KXIP vs KKR Live Score

Die Polizei setzte Tränengas gegen etwa 100 Demonstranten ein, die skandiert hatten: "Ohne Odinga keinen Frieden". Das Kind habe sich auf einem Balkon aufgehalten, als die Polizei mit vereinzelten Schüssen versucht habe, Demonstranten auseinanderzutreiben. Das Fernsehen zeigte bewaffnete Polizeieinheiten, die mit Wasserwerfern durch die Straßen von Kibera, einem weiteren Armenviertel in Nairobi, zogen. Dort wurde nach Angaben eines Regierungsvertreters ein Mann getötet. Zehn Menschen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, teilte das Hospital mit. Odingas Parteienbündnis Nasa lehnte die Ergebnisse als "Farce" ab. Stattdessen deutete ein Vertrauter von Odinga weitere Massenproteste an. Die Polizei habe zudem keine unverhältnismäßige Gewalt angewandt.

Der frühere Ministerpräsident Odinga hatte bereits die Wahl im Jahr 2007 verloren. Eine Wiederwahl ist danach rechtlich nicht mehr möglich.

Kenyatta und Odinga hatten sich einen harten Wahlkampf geliefert. Odinga brachte damals Wahlmanipulationsvorwürfe vor den Obersten Gerichtshof, der sein Anliegen aber ablehnte.

Der amtierende Innenminister Fred Matiang wies derweil die Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte zurück. Sie habe keine Belege für vorsätzliche Manipulationen gefunden. Auch internationale Beobachter waren zu der Einschätzung gelangt, dass die Wahl ohne Unregelmässigkeiten ablief. Die offiziellen Ergebnisse werden demnach anhand der schriftlich festgehaltenen Auszählungen in jedem Wahlkreis berechnet. Sein Herausforderer Raila Odinga erhielt der Wahlbehörde zufolge 44,74 der rund 15 Millionen Stimmen. Kenyatta erklärte am Wahltag nach Abgabe seiner Stimme, er werde das Ergebnis anerkennen und zurücktreten, falls er verliere. Gleichzeitig appellierte er an alle Parteien, friedlich zu bleiben. Einem Demokraten und Staatsmann Raila Odinga sollte das Leben seiner Wähler wichtig genug sein, um seine Beschwerde in die Hände der Gerichte zu geben statt zu zündeln.

Nach Staatschef Uhuru Kenyattas Sieg bei der Präsidentschaftswahl ist auf den Strassen Kenias gefeiert worden.


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