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Das Militär ziehe eine solche Attacke "ernsthaft in Erwägung", meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Aus Nordkorea waren auch in der Vergangenheit schon beleidigende Ausdrücke für Spitzenpolitiker der USA und Südkoreas zu hören, Trumps Vorgänger Barack Obama wurde beispielsweise als "Affe" bezeichnet, die südkoreanische Ex-Präsidentin Park Geun Hye als "Prostituierte". Der Plan zum Angriff könne "jederzeit" ausgeführt werden, sobald Machthaber Kim Jong-Un die Entscheidung dazu treffe, sagte ein Militärsprecher.

Der ranghöchste Demokrat im Außenausschuss des Senats, Ben Cardin, verglich Trumps Worte gar mit der Rhetorik aus Pjöngjang: "Wir sollten nicht in dasselbe Wutgeschrei und dieselben Provokationen über einen Atomkrieg einstimmen wie Nordkorea".

Unterdessen verspotteten Nordkoreas Staatsmedien US-Präsident Donald Trump, der sich "in einem Golfplatz verschanzt" als "Typen ohne jede Vernunft", mit dem ein vernünftiger Dialog nicht möglich sei.

Nordkoreas Militärführung reagierte demonstrativ unbeeindruckt auf die jüngsten Äusserungen von Donald Trump. "Trump und Kim nehmen das Maul gerne voll".

Die von KCNA zitierten nordkoreanischen Drohungen nehmen direkt Bezug auf die US-Luftwaffenbasis Anderson auf Guam, von der die Vereinigten Staaten immer wieder strategische Bomber des Typs B-1 zu Militärmanövern in Richtung koreanische Halbinsel entsendet haben. "Solche Militärmanöver der USA könnten in der momentan extrem heiklen Situation auf der koreanischen Halbinsel einen gefährlichen Konflikt provozieren", hieß es. "Nordkorea sollte den USA besser nicht mehr drohen", sagte er am Dienstagabend.

Er rief die Regierung in Pjöngjang auf, ihr Programm zur Entwicklung atomarer Waffen aufzugeben und warnte nachdrücklich vor allen "Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden". Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten 'Präventivkriegs' haben".

Nordkorea drohte auch mit einem "grenzenlosen Krieg", sollte es angegriffen werden. Wie die Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf vertrauliche Geheimdiensterkenntnisse berichtete, habe Nordkorea bei seinem Atom- und Raketenprogramm viel schnellere Fortschritte gemacht als bisher angenommen. Ein in Tokio veröffentlichtes Weissbuch des japanischen Verteidigungsministeriums kommt zum gleichen Schluss.

Das nordkoreanische Militär erklärte am Mittwoch, dass es einen Angriff auf Guam prüfe, bei dem die Insel in "Feuer gehüllt" werden sollte. Demnach will Südkorea unter anderem Raketen mit höherer Sprengkraft anschaffen, um unterirdische Bunker zerstören zu können. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte. Diese hatte nach Berechnungen von Experten eine theoretische Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Nordkoreas Staatschef Kim sagte nach dem Test, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite. Als Reaktion auf den Raketentest verhängte der UN-Sicherheitsrat die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea.


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