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Anlass für den Kommentar Kims war offenbar Trumps Ansage vom Dienstag während eines Aufenthalts auf seiner Golfanlage in New Jersey, Nordkorea werde "Feuer und Zorn" begegnen, wenn es mit seinen Drohungen in Richtung USA nicht aufhöre. Die Sorge wächst, dass es nicht bei Worten bleibt. "Und ich bin nicht sicher, dass Präsident Trump bereit zum Handeln ist".

Das Regime liess nicht lange mit einer Antwort auf sich warten: Die Streitkräfte kündigten einen möglichen Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam an.

Die Stellungnahme aus Pjöngjang kam nur wenige Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump Nordkorea indirekt militärische Gewalt angedroht hatte.

Drittens müsse man im Fall einer Militäraktion davon ausgehen, dass Nordkorea entsprechend zurückschlägt.

Pjöngjang treibt trotz internationaler Sanktionen sein Raketen- und Atomwaffenprogramm seit Jahren voran. Ein solcher Erstschlag sei möglich, wenn es Anzeichen für eine Provokation vonseiten der USA gebe.

Nordkorea habe für die Entwicklung seiner strategischen Waffen "alles riskiert" und nutze sie "weder als Faustpfand, um Anerkennung von Dritten zu bekommen, noch für irgendeinen Tauschhandel". Vielmehr seien sie "ein wichtiges militärisches Mittel, um entschlossen den politischen und wirtschaftlichen Druck der USA sowie ihre militärischen Drohungen zu kontern". Die Frage sei, "ob nur die USA die Option eines von ihnen so genannten "Präventivkriegs" haben". Dort befinden sich mehrere Stützpunkte der US-Army.

Japan hat bereits mehrfach damit gedroht, nordkoreanische Raketen abzuschießen.

Nach Einschätzung von Beobachtern ist die nordkoreanische Angriffsdrohung zudem ungewöhnlich detailliert. Ein in Tokio veröffentlichtes Weißbuch des japanischen Verteidigungsministeriums kommt zu dem gleichen Schluss.

Der Konflikt mit dem kommunistisch regierten Land gilt als der derzeit gefährlichste der Welt. Japan und Südkorea sind Verbündete der USA, dem Erzfeind der Führung in Pjöngjang. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam.

In Seoul hat das konkrete Folgen: Unter dem Eindruck der Gefahr aus dem Norden rief Südkoreas Präsident Moon Jae zu einer tiefgreifenden Reform der eigenen Streitkräfte auf. Zugleich verteidigte Tillerson Trumps Äußerungen.

Australiens Premierminister Malcolm Turnbull warnte eindringlich vor einer kriegerischen Eskalation der Lage. "Er hätte katastrophale Konsequenzen". Der UN-Sicherheitsrat verschärfte am Samstag die Strafmaßnahmen gegen Nordkorea, um die Regierung in Pjöngjang zum Einlenken zu bewegen. Nordkoreas Staatschef Kim sagte nach dem Test, das Festland der USA sei jetzt in Reichweite.

Der vom nordkoreanischen Rundfunk- und Fernsehkomitee zur Verfügung gestellte Videocrop zeigt Machthaber Kim Jong Un auf einem Raketen-Testgelände.


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