KXIP vs KKR Live Score

Der russische Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich "sehr beunruhigt". Möglicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte Trump am Donnerstag in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster (New Jersey).

Wenn man die verbale Eskalation zwischen Washington und Pjöngjang verfolgt, kann man fast den Eindruck bekommen, dass die atomare Apokalypse kurz bevorsteht. Sollte Kim Jong-un auf die selbstmörderische Idee kommen, die USA mit militärischen Nadelstichen reizen zu wollen, muss Trump nach seiner eigenen Logik fast zwangsläufig mit militärischen Mitteln antworten.

Nordkorea drohte gleichwohl, Mittelstreckenraketen in Richtung auf Guam abzufeuern.

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull kündigte am Freitag an, dass sein Land im Falle eines nordkoreanischen Angriffs auf die USA zum Beistand verpflichtet sei. "Alle unsere Befürchtungen, die wir verbunden haben mit der Unberechenbarkeit der Politik von Donald Trump, werden bedauerlicherweise jetzt bestätigt", sagte er am Freitag in Berlin. "Wir hoffen dennoch, dass der gesunde Menschenverstand siegen wird". Auch "eine Eskalation der Sprache" halte sie "für die falsche Antwort".

Russland tritt nach seinen Worten gemeinsam mit China weiter für eine Deeskalation ein. Er wisse das Militär zu 100 Prozent hinter sich, sagte Trump. Es sei "im gemeinsamen Interesse Chinas und der USA", die atomare Abrüstung auf der Koreanischen Halbinsel zu erreichen und Frieden und Stabilität in der Region zu bewahren. "Demonstrationen der Stärke" seien nicht angebracht. Sollte sich Trumps Stellungnahme als Bluff entpuppen, werde es für die USA in anderen Krisen in der Zukunft schwieriger, Gegner glaubhaft zu warnen, schrieb Politologe Henry Farrell von der George-Washington-Universität in der "Washington Post". Eine einfache militärische Lösung gebe es für die USA nicht, gibt Braml zu bedenken. "Lasst sie für Deutschland sprechen", sagte der US-Präsident. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen (CDU) sagte gegenüber der "Ostsee-Zeitung": "Ich wünsche mir einen Präsidenten Obama zurück".

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte sich zuletzt bemüht, das hitzige Klima etwas abzukühlen. Der diplomatische Apparat der USA, früher eines der wichtigsten Werkzeuge der Supermacht, ist unter Trump durch eine Vielzahl auch auf Top-Niveau unbesetzter Stellen extrem geschwächt. Nun betonte er, ein Krieg mit Nordkorea wäre "katastrophal". Er setze auf Diplomatie.

Nordkorea treibt trotz internationaler Sanktionen sein Raketen- und Atomwaffenprogramm seit Jahren voran. Im Juli testete Nordkorea zwei Interkontinentalraketen, mit denen das Land nach Einschätzung von Experten das US-Festland treffen könnte.


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