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In Mexiko ist Márquez ein Star. Er soll als Strohmann für das Verbrechersyndikat von Raúl Flores Hernández fungiert haben, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Sein Vermögen in den Vereinigten Staaten werde eingefroren und US-Bürger dürften keine Geschäfte mehr mit ihm machen.

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zu einem Drogenkartell hat das US-Finanzministerium Sanktionen gegen den mexikanischen Fußballnationalspieler Rafael Márquez verhängt. Der Verteidiger spielte lange für den FC Barcelona, gewann zweimal die Champions League und steht seit Januar 2016 wieder bei seinem Heimatklub CF Atlas in Guadalajara unter Vertrag.

Insgesamt setzte das US-Finanzministerium den Angaben zufolge 22 Mexikaner und 43 Unternehmen, darunter ein Fußballklub und ein Casino, auf die schwarze Liste. Dieser gilt seit Jahrzehnten als gerissener Verbrecher, der hervorragende Beziehungen zu anderen Kartellen pflegt und für seine Fähigkeiten, Einkünfte aus illegalen Drogengeschäften zu verschleiern in der Unterwelt geschätzt wird. Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft sei eine der Schlüsselfiguren des Drogenkartells von Raul Flores Hernandez, erklärte das Ministerium gestern (Ortszeit).

Der 38-Jährige soll den US-Behörden zufolge seit geraumer Zeit gute Beziehungen zu Hernández unterhalten und für diesen Geschäfte abgewickelt haben.

"Ich weise kategorisch jedwede Verbindung zu dieser Organisation und zu den Taten zurück", sagte Márquez auf einer Pressekonferenz auf dem Gelände seines Clubs in Guadalajara. Er wurde zuvor auch bei der Staatsanwaltschaft vorstellig und bezeichnet die kommenden Tage als "das schwerste Spiel meines Lebens, aber ich werde es meistern".

Flores war vor drei Wochen im Bundesstaat Jalisco festgenommen worden, wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte. Dort werden ihm Bildung einer kriminellen Vereinigung und Drogenschmuggel vorgeworfen.


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