Der US-Nachrichtensender CNN hat sich nach einem kontroversen Kommentar auf der Kurznachrichtenplattform Twitter von dem konservativen politischen Kommentator Jeffrey Lord getrennt.

Ein Tweet mit dem Inhalt "Sieg Heil", der Lord zufolge ironisch gemeint war, kostet den Kommentator nun seinen Job. "Nazi-Grüße sind unvertretbar", hieß es in einer verbreiteten Stellungnahme des Senders. "Jeffrey Lord ist nicht mehr bei uns". Demnach habe Carusones Lobbygruppe CNN dafür kritisiert, den bekennenden Trump-Unterstützer Lord zu beschäftigen.

Die beiden Männer hatten sich diese Woche einen heftigen Schlagabtausch auf Twitter geliefert.

Dafür bezog er sich auch auf einen Meinungsbeitrag der konservativen Zeitschrift "American Spectator", dem zufolge die "Faschisten" von Media Matters for America keine Ansichten zuließen würden, die sie nicht selbst hätten. "Ich verhöhne Leute, die Einschüchterungstaktiken im Stil von Faschisten und Nazis nutzen, um Leute loszuwerden - und ich bin derjenige, der gefeuert wird", sagte Lord der New York Times. Auf seine Entlassung reagierte Lord mit einem "LOL!"-Tweet, der Lachen und Belustigung darstellen soll".

Lord fällt nicht zum ersten Mal mit provokanten Bemerkungen auf. Im April nannte er Trump den "Martin Luther King" der Gesundheitsversorgung. Im März 2016 hatte er argumentiert, der Ku-Klux-Klan sei eine linksgerichtete Organisation, weil Demokraten ihn vor vielen Jahrzehnten unterstützt hatten. Für das Recht auf freie Meinungsäußerung wolle er aber weiterhin einstehen.


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