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Nach Informationen der "New York Times" hatte Trump seine weltweit beachteten "Feuer und Wut"-Äußerungen nicht vorher mit seinem Stab abgesprochen". Darin droht das kommunistisch geführte Land mit einem Raketenangriff auf die Pazifikinsel Guam, einem US-Außengebiet mit einem Luftwaffenstützpunkt. Am Mittwoch legte Trump nach: "Mein erster Befehl als Präsident war, das nukleare Arsenal zu erneuern und zu modernisieren", schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Kurz zuvor hatte er Nordkorea eindringlich von weiteren Drohungen abgeraten. Und zwar eine, wie sie die Welt noch nicht gesehen habe.

Nordkorea drohte daraufhin damit, Raketen in die Nähe des US-Luftwaffenstützpunkts auf der Pazifik-Insel Guam abzufeuern, die gut 3000 Kilometer von Pjöngjang entfernt liegt.

"Ich bezweifle allerdings, dass es hilfreich ist, sich rhetorisch in die von Kim Jong-un gewünschte Eskalationsspirale zu begeben". Auch sinke Trump auf das Niveau des nordkoreanischen Machthabers, wenn er sich im Ton an die Nordkoreaner anlehne. "Die Entwicklung um Nordkorea bereitet uns große Sorge", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstagsausgabe). Zugleich warnte er davor, die Äußerung des Präsidenten allzu ernst zu nehmen: "Das ist typisch Trump".

Blair bezweifelt außerdem, ob Trump das richtige Temperament habe, in der Lage sei, etwa mitten in der Nacht einen Anruf entgegenzunehmen und vollen Verstandes über einen Nuklearschlag zu entscheiden. Laut Medienberichten betrachtet die US-Regierung einen Präventivschlag gegen Nordkorea als Option. Die "Washington Post" zitiert Hecker mit der Ansicht, man solle die von Nordkorea ausgehende Gefahr nicht übertreiben. Pyongyang habe einen atomaren Sprengkopf entwickelt, der klein genug für seine Interkontinentalraketen sei, berichtete die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf eine geheime Analyse des US-Militärgeheimdienstes (DIA) vom Juli.

Nordkorea ist nach Erkenntnissen der USA und Japans in der Lage, seine Raketen mit Miniatur-Atomsprengköpfen zu bestücken. Ein anonym bleibender Sprecher des Präsidialbüros Cheong Wa Dae erklärte, Nordkoreas Drohung könne viele Absichten haben, aber es gehe nicht um eine Eskalation des Konflikts. Die USA seien aber auch bereit, militärische Mittel einzusetzen, um sich selbst und ihre Verbündeten zu verteidigen. Auch Trump äußerte in seinem Tweet die Hoffnung, das eigene Atomwaffenarsenal "nie" einsetzen zu müssen. Von Trump offenbar eine Reaktion auf die zuletzt von Nordkorea getesteten Interkontinentalraketen, die auch US-Hoheitsgebiet erreichen könnten.

Ausgangspunkt für die lauten Töne aus Nordkorea sind womöglich das einstimmige Votum im UN-Sicherheitsrat, das umfassende neue Sanktionen gegen ein Drittel der nordkoreanischen Exporte autorisiert.

Er glaube nicht, dass von Nordkorea eine unmittelbare Bedrohung ausgehe, setzte Außenminister Rex Tillerson seine Ausführungen fort. Amerikaner sollten "keine Bedenken" haben, sagte Tillerson.

Guams Gouverneur Eddie Calvo reagierte gelassen auf die Drohungen aus Pjöngjang. Guam sei "auf alle Eventualitäten vorbereitet", sagte Calvo am Mittwoch in einer Fernsehansprache. Guams Sicherheitsberater George Charfauros sagte, die 162.000 Inselbewohner sollten sich "entspannen und das Paradies genießen". Zustimmung gab es von keinem namhaften Politiker - Kritk hingegen massenweise, auch von Trumps Parteifreunden.


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