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London kommt nicht zur Ruhe: In der Nähe eines Gebetshauses hat ein Wagen mehrere Menschen gerammt. "Ich sah ihn in den Nachrichten und dachte 'Oh mein Gott', das ist mein Nachbar", sagte Anrainerin Khadijeh Sherizi.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete den Vorfall als Terroranschlag. Die Einsatzkräfte wurden daraufhin zum Ort des Geschehens geschickt. Der Stadtteil liegt nördlich des Zentrums von London.

Die Behörden gehen davon aus, dass der Verdächtige allein gehandelt hat. Sein Motiv war zunächst unklar, Waffen hatte er nach Angaben der Polizei nicht dabei. Der Mann sei ins Krankenhaus gebracht worden, teilten die Ermittler am Montagmorgen mit. Toufik Kacimi, der Vorsitzende des Moscheevereins des Muslim Welfare House, vor dem der Anschlag stattfand, nannte den Imam später "Held des Tages". Die Anrufer berichteten, ein Lieferwagen sei in eine Menschenmenge gerast und habe mehrere Personen verletzt. Der 47-Jährige war von dem Iman und anderen Umstehenden festgehalten worden.

Die Polizei hatte am späten Sonntagabend kurz nach Mitternacht erste Notrufe enthalten.

Die Tat ereignete sich vor dem Muslim Welfare House unweit der Finsbury-Park-Moschee im Nordosten Londons.

Seit März war Großbritannien dreimal von Terroranschlägen erschüttert worden. Erst Anfang des Monats hatten Terroristen auf der London Bridge und am Borough Market in der Hauptstadt mindestens acht Menschen getötet und viele weitere verletzt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, es spreche einiges dafür, dass es eine "Tat aus blindem Hass" sei. Anschließend erstach er auf dem Parlamentsgelände einen unbewaffneten Polizisten, ehe er erschossen wurde. Daher sei sie froh, Menschen "aller Glaubensrichtungen" getroffen zu haben, die "jeglichen Hass und Extremismus" aus der Gesellschaft vertreiben wollten.

Oppositionsführer Jeremy Corbyn zeigte sich nach dem Vorfall "völlig schockiert". Der größte muslimische Dachverband Großbritanniens sprach von einem Akt der Islamophobie. Als Imam der Moschee von Finsbury Park hatte der in einem US-Terrorprozess zu lebenslanger Haft verurteilte Abu Hamza gewirkt.

London. Der Angriff mit einem Lieferwagen im Norden Londons war "ganz klar eine Attacke auf Muslime". Zugleich appellierte sie an den Westen, "alle vorbeugenden" Maßnahmen im Kampf gegen Islamophobie zu ergreifen.

Der Islamdachverband Muslim Council of Britain (MCB) teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, dass ein Lieferwagen Gläubige überfahren habe, als sie die nahe gelegene Moschee im Stadtteil Finsbury Park am verlassen hätten. "Jenen, die unsere Gemeinschaften spalten wollen, müssen wir uns mit Einigkeit entgegenstellen", erklärte Kommissar Dimitris Avramopoulos am Montag über Twitter. Ein anderer Augenzeuge berichtete der BBC, dass der Mann "Alle Muslime!"

Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier sprach den Briten sein Beileid aus.

Aus Sicht des Britischen Rats der Muslime könnte der blutige Zwischenfall aus der Nacht in London ein gegen Muslime gerichteter Anschlag gewesen sein.

Die Vorbehalte der Bundesbürger - und besonders der Frauen - gegenüber Muslimen wachsen.

Als der Transporter zum Stehen kam, versammelte sich eine wütende Menge um das Auto. Er ist aber auch sicher: "Wir werden uns vom Terrorismus nicht einschüchtern lassen".


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