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Dutzende Menschen wurden bei dem verhängnisvollen Waldbrand verletzt.

Ein Blitzeinschlag löste den Brand laut Polizei in der Region nordöstlich von Lissabon aus. Die EU sagte finanzielle Hilfen zu. Am Sonntag rief die Regierung eine dreitägige Staatstrauer aus. Ganz Portugal leide mit den Familien der Opfer, doch ebenso groß sei die Solidarität, erklärte er am Sonntagabend. Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten, hieß es. "Vorrang hat nun, die Menschen zu retten, die noch immer in Gefahr sein könnten".

Brennende Bäume und verkohlte Autos: Seit Jahrzehnten hat Portugal keine so verheerenden Waldbrände erlebt.

Bei einem verheerenden Waldbrand sind in Portugal mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Viele der Opfer wurden auf der Flucht vor den Bränden in ihren Autos von den Flammen überrascht und verbrannten bis zur Unkenntlichkeit. Wie groß die betroffene Fläche ist, blieb zunächst unklar. Regierungschef António Costa kündigte mehrtägige Staatstrauer an. Cristiano Ronaldo und seine Teamkollegen trugen im russischen Kasan Trauerflor.

Knapp 700 Feuerwehrmänner kämpften mit mehr als 215 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen. "Wir haben alles verloren, unser Haus, unsere Tiere, alles", erzählte eine ältere Frau unter Tränen. Ein Mann sagte kopfschüttelnd: "In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen". Es gebe einige Dörfer, die "von den Flammen völlig eingekesselt" seien.

Nach Angaben des portugiesischen Innenministeriums waren mindestens 16 der Todesopfer mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als sie von den Flammen eingeschlossen wurden.

Foto eines ausgebrannten Autos.

Das Land hatte nach Ausbruch des Feuers am Samstagnachmittag zunächst nur zwei Löschflugzeuge im Einsatz.

Der Waldbrand war am Nachmittag ausgebrochen und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in vier Richtungen ausgebreitet. In Portugal herrschten am Samstag Temperaturen von teilweise über 40 Grad Celsius. Zuvor hatte sich Bürgermeister Valdemar Alves noch davon überzeugt gezeigt, dass das Feuer gelegt wurde.

Zu Beginn war die Feuerwehr nach Angaben von Augenzeugen völlig überfordert - und kaum präsent.

Sie bedrohten mehrere Dörfer und waren nahe dran, auch die Nachbar-Bezirke Coimbra und Castelo Branco zu erreichen, wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa unter Berufung auf Sprecher der Feuerwehr und des Zivilschutzes berichtete.

Portugals Staatspräsident Marcelo Rebelo de Sousa war in der Nacht zur Unglücksstelle geflogen und sprach von einer "beispiellosen Situation". Ministerpräsident António Costa sagte: "Die Tragödie schockiert uns durch ihre Dimension". "Es wird alles getan werden, um den Behörden und den Menschen in Portugal in dieser Zeit der Not zu helfen", sagte der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides. Auf Bitte des Landes wurden zudem Löschflugzeuge organisiert. Ein spanisches Löschflugzeug unterstützte bereits am Sonntagmorgen die Brandbekämpfung, die Ankunft eines weiteren wurden erwartet.


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