KXIP vs KKR Live Score

Bis zum Mittag gaben bei sommerlichen Temperaturen im ganzen Land nur rund 17,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie das Innenministerium mitteilte. Die letzten Wahllokale schließen um 20.00 Uhr.

Eine absolute Mehrheit für Macrons Partei La République en Marche und die verbündete MoDem-Partei galt als sicher.

Zwei Meinungsforschungsinstitute hielten es auf Basis von Umfragen und dem Ergebnis der ersten Runde sogar für möglich, dass sie bis zu 470 der 577 Mandate erobern. Das Lager des neuen Präsident Emmanuel Macron kann im entscheidenden zweiten Wahlgang mit einem Durchmarsch rechnen. Damit hätte der sozialliberale Staatschef grossen Rückhalt für seine Reformagenda, mit der er der französischen Wirtschaft neuen Schwung verschaffen will. Der 39-Jährige will noch in diesem Monat eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts und ein neues Anti-Terror-Gesetz auf den Weg bringen. Die traditionellen Regierungsparteien der bürgerlichen Rechten und der Sozialisten mussten eine weitere herbe Niederlage einstecken. Zahlreiche Abgeordnete werden sich erst in die Parlamentsarbeit einfuchsen müssen. Sie lag laut Hochrechnungen um die 43 Prozent, noch deutlich niedriger als im ersten Wahlgang eine Woche zuvor. Dabei gilt ein reines Mehrheitswahlrecht, das es für kleine Parteien schwer macht, Mandate zu gewinnen. Die Sozialisten von Macrons Vorgänger François Hollande, die in den vergangen fünf Jahren den Ton in der Nationalversammlung angegeben hatten, stürzten ab. Sie könnten laut einer Berechnung des Instituts Harris Interactive auf 60 bis 80 Sitze kommen. Bereits in der ersten Wahlrunde vor einer Woche hatte sich ein haushoher Sieg abgezeichnet.

Polizisten sollen die Abstimmung schützen.

Macrons Bündnis war im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag mit 32,3 Prozent an erster Stelle gelandet. Allerdings gibt es in den Reihen der Republikaner verschiedene Lager: Manche stehen einer Zusammenarbeit mit Macron offen, während andere auf eine klare Abgrenzung setzen.

Macron war vor sechs Wochen als jüngster französischer Präsident aller Zeiten in den Elyseepalast gewählt worden. Die Front National von Rechtspopulistin Marine Le Pen dürfte laut Meinungsforschern weiterhin keine große Rolle im Parlament spielen - allerdings hat Le Pen selbst Chancen, in ihrem Wahlkreis in Nordfrankreich erstmals in die Nationalversammlung gewählt zu werden.


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