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Auch in Washington wird offiziell verlautbart, der amerikanische Präsident wolle den Konflikt beruhigen.

Eine Frau spaziert vor der Skyline in Doha. "Leider erfinden sie (die Amerikaner, Anm.) nie etwas Neues und sprechen deshalb, egal was passiert, von Hackern", sagte Berater Krutskich weiter.

Kuwaits Emir Sabah al-Ahmed al-Dschabir al-Sabah bemühte sich ebenfalls um Vermittlung in dem Streit. Er telefonierte am Montagabend mit seinem katarischen Amtskollegen Tamim bin Hamad Al-Thani und forderte diesen nach Angaben der Agentur Kuna auf, den Bemühungen um Entspannung "zwischen Brüdern" eine Chance zu geben. Die US-Geheimdienste waren vergangenes Jahr zu dem Schluss gelangt, dass Russland hinter Hackerangriffen während des US-Wahlkampfs steckt. Letzterer Vorwurf richtet sich offenbar insbesondere gegen den staatlichen Fernsehsender Al-Dschasira.

Am Vortag hatten Saudi-Arabien und seine Verbündeten Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate die diplomatischen Beziehungen zu Katar überraschend abgebrochen.

Drei von ihnen stoppten den Luftverkehr mit Katar. Schon zuvor hatten mehrere Fluglinien aus Golfstaaten erklärt, sie stellten von Dienstag an ihre Verbindungen mit dem Emirat ein.

Das katarische Außenministerium erklärte, die Maßnahmen seien ungerechtfertigt und basierten auf falschen Behauptungen. Die Europäische Union und der Iran zeigten sich besorgt über die Entwicklungen.

Das Verhältnis mehrere arabischer Staaten zu Katar ist seit langem angespannt.

Der US-Sender CNN berichtete derweil unter Berufung auf US-Geheimdienstmitarbeiter, russische Hacker hätten eine "Fake News"-Geschichte bei der staatlichen Nachrichtenagentur Katars platziert, die Saudi-Arabien und andere Staaten zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Katar veranlasst habe". Zuvor hatte sich die Führung in Doha noch über viele Jahre in Konflikten der Region als Mediator präsentiert. Hintergrund sind Terrorismus-Vorwürfe, Katar würde Hamas, Al-Kaida und IS unterstützen.

Trump bekräftigte demnach, dass ein einheitlicher Golfkooperationsrat unabdingbar für die Bekämpfung des Terrorismus und die Förderung regionaler Stabilität sei.

Trump schrieb dazu am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, es sei "so gut zu sehen", dass sein jüngster Besuch in Saudi-Arabien "sich bereits auszahlt". Katars Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate schlossen in einem koordinierten Vorgehen am Montag die Grenzen zu dem Golf-Emirat. Sein Land lehne jede Bevormundung durch andere Golfstaaten ab, sagte der katarische Außenminister Mohammed Bin Abdulrahman Al Thani. Diplomaten müssen das Land sogar innerhalb von 48 Stunden verlassen. In dem Land befindet sich der größte Militärstützpunkt der USA in der Region. Auf der Luftwaffenbasis Al Udeid sind mehr als 10.000 amerikanische Soldaten stationiert.

Russland hätte also ein militärisches Interesse daran, wenn Katar isoliert und somit US-Operationen im Nahen Osten erschwert würden. Er gilt als bedeutend für den US-geführten Kampf gegen den IS. Auch das Pentagon rief alle Beteiligten dazu auf, die Spannungen abzubauen und gemeinsam an einer Lösung der Krise zu arbeiten.

Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen hat für Katar - das eines der reichsten Länder der Welt ist - direkte Folgen: Katar bekommt über seine einzige Festlandgrenze einen Großteil seiner Nahrungsmittel. Das Emirat hält auch Anteile am Volkswagen-Konzern.


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