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Andererseits ist kaum zu erwarten, dass nun Saudi Arabien und seine Verbündete sich bei Katar entschuldigen und die Blockade sofort aufheben. Doch es ist nicht der einzige Versuch, die Lage zu deeskalieren.

Mehrere arabische Golfstaaten und Ägypten haben die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Die Bundesregierung rief alle Seiten zum Dialog auf. Er telefonierte am Montagabend mit seinem katarischen Amtskollegen Tamim bin Hamad Al-Thani und forderte diesen nach Angaben der Agentur Kuna auf, den Bemühungen um Entspannung "zwischen Brüdern" eine Chance zu geben. Trump habe die Notwendigkeit der Einheit der Golfstaaten betont, teilte das Weiße Haus anschließend mit.

Zudem habe man dem einflussreichen katarischen TV-Sender Al-Dschasira die Lizenz entzogen, erklärte Regierungssprecher Mohammad Al Momani.

Tatsächlich unterhält die US-Armee in der Wüste westlich von Katars hypermoderner Hauptstadt Doha ihren wichtigsten Stützpunkt im Mittleren Osten. Das gelte sowohl für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) als auch die Trainingsmission in Afghanistan. Saudi-Arabien verurteilte einen weiteren Bürgerrechtler zu einer langen Haftstrafe, unter anderem wegen seiner Kontakte zu ausländischen Journalisten.

Die vier Länder stoppen auch den Flugverkehr mit Katar. Die Muslimbruderschaft und ihr Ableger Hamas werden ebenfalls unterstützt. Der Staat respektiere andere Länder und habe sich nie in innere Angelegenheiten anderer Länder eingemischt. Eine Sprecherin der Botschaft Katars in Washington sagte, die Ermittlungen dauerten noch an. Deutschland biete an, seinen Beitrag dazu zu leisten, wo immer dies möglich sei.

Das katarische Außenministerium teilte danach mit, Unbekannte hätten die Nachrichtenseite der Qatar News Agency (QNA) gehackt und einen gefälschten Bericht verbreitet. Die Staaten werfen dem Emirat vor, Terrororganisationen zu unterstützen. Die Türkei werde ihre Verbindungen zu Katar weiter entwickeln. Das türkische Parlament beriet derweil über die Entsendung von Soldaten nach Katar, um den dortigen türkischen Stützpunkt zu verstärken.

Die USA, die Europäische Union und der Iran zeigten sich besorgt über die Entwicklungen. Nachdem bereits Lebensmittellieferungen in das stark von Importen abhängige Land unterbrochen wurden, wuchs dort der Unmut.

Unterdessen nahm die Pendeldiplomatie zur Lösung der Krise Fahrt auf: Der Emir von Kuwait traf zu Vermittlungsgesprächen in Doha ein, nachdem er zuvor die VAE und Saudi-Arabien besucht hatte. Erste Gespräche von Sheik Sabah al-Ahmad al-Sabah mit Saudi-Arabiens König brachten jedoch keine Fortschritte.

In der saudischen Region von Najran an der Grenze zum Jemen haben die Truppen aus Katar ihren Rückzug begonnen.

Ägypten, der Jemen, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain haben am Montag den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Katar angekündigt. Schließlich äußerte der US-Präsident die Hoffnung, dass der Boykott "möglicherweise der Beginn vom Ende des Horrors des Terrorismus" sei. Am Dienstag schlossen sich auch Jordanien und Mauretanien dem Boykott Katars an. Letztlich geht es um diplomatisches Armdrücken zwischen Katar und Saudi-Arabien. Er ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber anderen arabischen Ländern und seine wohlwollende Berichterstattung über islamistische Organisationen.


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