"Die Entscheidung ist unumkehrbar", berichtet die portugiesische Fachzeitung "A Bola", die am Freitag titelte: "Ronaldo quer abandonar Espanha" (Ronaldo will Spanien verlassen).

Weltfußballer Cristiano Ronaldo kann Real Madrid nach dem Confed Cup verlassen, vorausgesetzt ein Verein zahlt die geforderte Ablöse von 200 Millionen Euro. Der Stürmer sei verärgert, fühle sich ungerecht behandelt und wolle Spanien deshalb verlassen. "Wir sind jederzeit bereit, mit Real-Präsident Florentino Perez über Ronaldo zu sprechen", sagte Milans Sportdirektor Massimiliano Mirabelli am Wochenende.

Außer den Münchnern sollen auch Paris St. Germain, Klub von Weltmeister Julian Draxler und Torwart Kevin Trapp, sowie der englische Rekordchampion Manchester United Interesse an "CR7", der zurzeit mit Europameister Portugal beim Confed Cup in Russland spielt, bekundet haben. Aktuell verdient der bestbezahlte Sportler der Welt ein Bruttogehalt von rund 50 Millionen Euro pro Jahr bei seinem Verein.

Lissabon. Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Verlässt Cristiano Ronaldo Real Madrid? Grund für den geplanten Abschied seien die Ermittlungen gegen den portugiesische Superstar wegen Steuerhinterziehung. Noch einmal rund 200 Millionen würde es kosten, um Ronaldos Gehaltsvorstellungen für einen Vierjahresvertrag zu erfüllen. Die Ablösesumme ist auf eine Milliarde Euro festgeschrieben. Euro an Steuern hinterzogen haben.

Ein Ermittlungsrichter muss nun über die Eröffnung eines Strafverfahrens entscheiden. Er selbst weist sämtliche Anschuldigungen zurück. "Manchmal ist Schweigen die beste Antwort", hatte der 32-jährige Goalgetter auf Instagram geschrieben. So wirklich äußerte sich der Portugiese zu der Steueraffäre noch nicht, ließ nur vor der Abreise nach Russland verlauten: "Ich habe ein reines Gewissen".

Die Vorwürfe gegen den Superstar wiegen schwer: Ronaldo, der Schätzungen zufolge pro Jahr rund 65 Millionen Euro aus Gehältern und Werberechten kassiert, soll Einnahmen aus Bild- und Werberechten über ein verzweigtes Firmennetzwerk mit Sitzen auf den britischen Jungferninseln und in Irland am Fiskus vorbeigeschleust haben.


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