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Am Ende, nach jeweils zwei Runden der Präsidentschafts- und der anschließenden Parlamentswahl, gibt es zumindest eine Botschaft: Ihr neuer Präsident Emmanuel Macron soll effizient regieren.

Paris. Am Sonntag haben die Franzosen abschließend über die Sitzverteilung in der Nationalversammlung entcshieden. Alle Informationen im News-Ticker von FOCUS Online. Der sozialliberale Staatschef sicherte sich in der entscheidenden Abstimmungsrunde am Sonntag eine komfortable Machtbasis für seine Reformen, mit denen er Frankreich international wieder konkurrenzfähig machen will. In der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl im Mai war Le Pen deutlich gegen Macron unterlegen. Die Sozialisten von Ex-Staatschef François Hollande und verbündete linke Parteien kamen demnach sogar nur auf 27 bis 49 Sitze in der Nationalversammlung. Die absolute Mehrheit liegt bei 289 Sitzen.

In der Parteizentrale fehlt übrigens an diesem Abend völlig der Goldstaub der Prominenz: Emmanuel Macron als Präsident hält sich von der Parlamentswahl fern.

Uhr: Die Reaktionen aus Berlin zum Sieg Macrons fallen äußerst positiv aus. Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte, die Kanzlerin habe die Hoffnung auf eine weitere "gute Zusammenarbeit".

Kanzlerkandidat Martin Schulz gratulierte ebenfalls auf Twitter. "Europa bringen wir nur nach vorn mit PolitikerInnen, die gestalten wollen", twitterte Schulz. Dann wird sich zeigen, ob Macrons überwältigende Mehrheit ein Trumpf ist - oder ein Fluch.

Kanzleramtschef Peter Altmaier jubelte: "Félicitation cordiale!" Allerdings könnte der Senat auf die Bremse treten, die zweite Parlamentskammer wird von der bürgerlichen Rechten dominiert und hat bei der Gesetzgebung mitzureden. Die linke "La France Insoumise" von Jean-Luc Mélenchon kommt der Hochrechnung zufolge auf 26 Sitze, der "Front National" auf acht. Er nennt die geringe Wahlbeteiligung einen "Generalstreik der Franzosen", eine Minderheit hätte ihm zur Mehrheit verholfen. "Das Vertrauen der Wähler hängt davon ab, dass wir ein Vorbild sind, von unbedingtem Engagement und greifbaren Ergebnissen".

Um die frisch gewählten Abgeordneten herrscht ein unglaubliches Gedränge. Denn von den übrigen Parteien kann keine mit hundert Abgeordneten rechnen. Der Front National wird wohl mit weniger als zehn Mandaten noch nicht einmal eine Fraktion bilden können. Parteichefin Marine Le Pen könnte jedoch erstmals in die Nationalversammlung gewählt werden, bisher sitzt sie nur im Europaparlament. Offizielle Ergebnisse für den Wahlkreis lagen zunächst noch nicht vor. "Wir sind die einzige Kraft des Widerstands gegen die Auflösung Frankreichs", sagte sie.

Das Lager von Präsident Emmanuel Macron hat indes seine Reformversprechen bekräftigt.

Für die Regierung dagegen stellt sich wegen der hohen Sitzzahl ein Problem: Die überwiegende Zahl ihrer Neulinge im Parlament hat keinerlei Erfahrung mit den Prozeduren und Gebräuchen der Nationalversammlung.


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