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Auslöser des Feuers soll ein Blitzschlag gewesen sein.

Flammen schiessen in den Himmel, dichter Rauch verdunkelt eine ganze Region: Bilder aus dem Katastrophengebiet in Zentralportugal zeigen eine regelrechte Feuerhölle.

Lissabon - Der schlimmste Waldbrand in Portugal seit Jahrzehnten hat mindestens 62 Menschen das Leben gekostet. Starke Winde hätten dann dafür gesorgt, dass sich die Flammen "unerklärlich schnell" verbreitet haben, sagte Jorge Gomes, Staatssekretär im portugiesischen Innenministerium. Die Regierung rief den Notstand sowie drei Tage Staatstrauer aus. Die Feuerwehr kam tatsächlich vielerorts zu spät, zum Teil, weil sie einfach nicht durchkam.

Das Feuer wurde am Sonntag in der Region knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon von insgesamt 690 Feuerwehrmännern mit 216 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen bekämpft.

In der Nacht berichtete Innenstaatssekretär Gomes, zahlreiche Opfer seien in ihren Wagen auf der Straße von Figueiro dos Vinhos nach Catanheira de Pera verbrannt. Es gebe einige Dörfer, die "von den Flammen völlig eingekesselt" seien, sagte der Bürgermeister von Pedrogao Grande, Valdemar Alves. Jenseits von den aktuellen Fragen sieht sie einen Grund für den verheerenden Brand in der zunehmenden Klimaerwärmung mit extremen Wetterlagen, angesichts der bisherige Schutzmaßnahmen nicht ausreichten.

Experten zufolge könnte der verheerende Waldbrand durch ein sogenanntes Trockengewitter, bei dem kein Niederschlag fällt, aber Blitze einschlagen, ausgelöst worden sein. Über der betroffenen Region habe sich ein Gewitter entladen, ohne dass es dabei regnete, sagte der Direktor der Kriminalpolizei.

Die Polizei geht davon aus, dass die Brande durch natürliche Ursachen entstanden. Die meisten Opfer starben auf der Flucht vor dem Waldbrand in ihren Autos, als das Feuer ihnen den Weg abschnitt. Drei weitere Menschen seien in Figueiró dos Vinhos einer Rauchvergiftung erlegen. Ministerpräsident Antonio Costa sprach von der größten Tragödie seit Jahren und kündigte eine dreitägige Staatstrauer an. Nach seinen Worten könnte die Zahl der Todesopfer sogar noch weiter steigen. Feuerwehrfahrzeuge wurden von den Flammen zerstört, mehrere Familien mussten ihre Häuser verlassen. In Portugal herrschten am Samstag Temperaturen von teilweise über 40 Grad Celsius. Starke Winde erschwerten die Löscharbeiten, hieß es.

Der Kreis Pedrógão Grande hat auf 128 Quadratkilometer Fläche lediglich etwa 4000 Einwohner. Die nahezu unberührte Natur mit Lagunen und Stauseen zieht seit Jahren immer mehr Wanderer und Wassersportler an.

Lissabon - Ein schwerer Waldbrand hat im Norden Portugals 19 Menschenleben gefordert. "Es wird alles getan werden, um den Behörden und den Menschen in Portugal in dieser Zeit der Not zu helfen", erklärte der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides. Frankreich und Spanien entsandten Löschflugzeuge zur Unterstützung der portugiesischen Einsatzkräfte.


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