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Nach einem illegalen Autorennen mit einem getöteten Fußgänger in Mönchengladbach haben die Ermittler drei mutmaßliche Raser festgenommen. Ein Richter erließ Haftbefehl gegen den 28 Jahre alten Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Jetzt hat auch Mönchengladbach traurigen Ruhm erlangt als Austragungsort illegaler Autorennen. Als der 28-jährige Fahrer des schwarzen Seat beim Überholen mit hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn geriet, überfuhr er den 38-jährigen Fußgänger und verletzte ihn dabei tödlich. Die Autos seien wesentlich schneller unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher. An dem Autorennen am Wochenende waren nach neuen Erkenntnissen der Polizei nicht nur zwei, sondern insgesamt drei Fahrer beteiligt. Es wird derzeit geprüft, ob die drei Beschuldigten noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Auch war der 28-jährige Unfallfahrer bereits nach dem Unfall vorübergehend festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Eine fast 20-köpfige Ermittlungskommission namens "Raser" wertet unter anderem Zeugenaussagen und Videoaufnahmen aus. Der Mann wollte gerade eine Straße überqueren, als die beiden Autos heranrasten. Der Fußgänger wurde bei dem Zusammenprall mit dem Auto so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Allein die Teilnahme an illegalen Autorennen, bislang als Ordnungswidrigkeit nur mit einem Bußgeld von 400 Euro belegt, soll endlich mit Haft bestraft werden: Zwei Jahre fürs Mitmachen, bis zu zehn Jahre bei schwerwiegenden Folgen wie Tod oder schweren Verletzungen. Der neuerliche Todesfall durch Raserei auf öffentlichen Straßen entfachte eine Debatte über noch nicht vollzogene Gesetzesverschärfungen. "Das sind keine Bagatellen, das muss härter geahndet werden", sagte Maas der "Rheinischen Post" (Montag). Zuvor hatte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) schärfere Strafen gefordert. In Berlin waren im Februar zwei Raser erstmals in Deutschland nach einem illegalen Autorennen mit tödlichem Ausgang des Mordes schuldig gesprochen worden. An diesem Montag beginnt in Saarlouis im Saarland der Prozess um ein mutmaßliches illegales Rennen. Laut Staatsanwaltschaft fuhr der Angeklagte die kurvenreiche Strecke "wie ein Rennfahrer".


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