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Sie sagte jedoch, dass Anti-Terror-Ermittler das Ereignis untersuchten. Regierungschefin Theresa May sagt, die Polizei behandle den Vorfall als potenziellen Terrorakt.

London (dpa) - Mit einem Lieferwagen hat ein Mann in London zehn Mitglieder einer muslimischen Gemeinde verletzt. Auf der London Bridgewar ein Kleinlaster in eine Menschenmenge gerast und hatte drei Menschen getötet. Augenzeugen beobachteten, wie mindestens eine Person vor Ort medizinische Betreuung bekam. Am 22. März war ein Mann mit einem Auto auf der Westminster Bridge in eine Menschenmenge gefahren, bevor er einen vor dem Parlament stationierten Polizisten mit einem Messer tötete. Die Polizei bestätigte zudem eine Festnahme. Der 48 Jahre alte Fahrer ist ein Weißer.

Bei den Opfern soll es sich überwiegend um Besucher einer nahegelegenen Moschee handeln.

Die Rettungskräfte waren im Großeinsatz. Dem Vorsitzenden der Moschee zufolge soll er nach der Tat gerufen haben: "Ich habe meinen Teil getan". Er wolle die Moschee am Montag zusammen mit dem Vorsitzenden der Bezirksverwaltung besuchen.

Die Polizei hatte zunächst von einem Toten und zehn Verletzten gesprochen.

Die Polizei hatte nach eigenen Angaben gegen 0.20 Uhr (Ortszeit, 01.20 Uhr MESZ) die ersten Notrufe erhalten.

Die Moschee, die bis zum Jahr 2005 als Finsbury Park Moschee bekannt war, wurde mehrere Jahre lang mit extremistischer Ideologie und Beziehungen zur Terrororganisation Al-Qaida in Verbindung gebracht.

In London hat in der Nacht auf Montag ein Fahrzeug mehrere Menschen erfasst und dabei einen Mann getötet sowie acht weitere Passanten verletzt. Der britische Muslimen-Rat fordert erhöhte Sicherheitsmaßnahmen vor Moscheen und erklärte: "Wir wurden darüber informiert, dass ein Transporter Betende der Nachtgebete überfahren hat, als sie die Finsbury Park Moschee verließen".

MCB-Verbandschef Harun Khan schrieb bei Twitter, der Lieferwagen habe die Fussgänger "absichtlich" angefahren. Die Moschee war früher eine Anlaufstelle für Islamisten.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Britischen Rats der Muslime vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe der North London Central Moschee. Als Imam der Moschee von Finsbury Park hatte der in einem US-Terrorprozess zu lebenslanger Haft verurteilte Abu Hamza gewirkt.

Der einäugige Imam, bei dem ein Haken die rechte Hand ersetzt, soll ausserdem Gläubige mit seinem radikalen Gedankengut inspiriert haben. Auch schwer bewaffnete Polizei war im Einsatz. Der Rettungsdienst twitterte, neben mehreren Einsatzwagen seien auch Trauma-Spezialisten vor Ort. Er hatte unter anderem terroristische Anschläge in Afghanistan unterstützt.

Eine Augenzeugin, Cynthia Vanzella schilderte bei Twitter ihre Eindrücke vom Unglücksort: "Schrecklich Polizisten zu sehen, die Herzmassagen bei am Boden liegenden Menschen machen, verzweifelt hoffend, sie zu retten".


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