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Der Staatspräsident spricht von einer "beispiellosen Situation". Mehr als 60 Menschen wurden verletzt.

In Portugal wüten seit Samstag die verheerendsten Waldbrände seit einem halben Jahrhundert. Nun wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen - und auch die Fußball-Nationalmannschaft zeigt sich tief bestürzt.

Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schickte Rebelo de Sousa ein Kondolenzschreiben. Viele Menschen waren dem Feuer hilflos ausgeliefert. Ein Mann sagt, er sei mit einem Gemeindebeamten unterwegs gewesen. "Das ist der größte Tragödie, die wir seit Jahren in Portugal erlebt haben", sagte Regierungschef Antonio Costa im portugiesischen Fernsehen nach einem Besuch der Region. Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen.

Beim einem der schlimmsten Waldbrände in Portugals Geschichte sind mindestens 61 Menschen ums Leben gekommen.

Viele verbrannten in ihren Autos. Das Feuer breitete sich wegen starker Winde rasch aus und wurde für mehrere Autofahrer auf einer Nationalstraße zur Todesfalle, als das Feuer ihre Wagen einschloss. Gomes zufolge wurden 54 Menschen verletzt, fünf davon schwer. Wie gross die betroffene Fläche ist, blieb zunächst unklar.

"Wir tun alles Mögliche und Unmögliche, um das Feuer zu löschen", sagte Innen-Staatssekretär Jorge Gomes. Die extreme Trockenheit und die starken Winde behinderten zusätzlich die Löscharbeiten. Die Flammen frassen sich am Montag im Bezirk Leiria 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon durch die bergige Waldregion auf vier Fronten vorwärts. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Zudem wurde am Sonntag mit einem Moment des Schweigens vor der Confed-Cup-Partie Portugal gegen Mexiko der zahlreichen Todesopfer gedacht. Beim Fußball-Weltverband hatte das Team von Cristiano Ronaldo & Co. beantragt, beim ersten Spiel am Sonntag im russischen Kasan einen Trauerflor tragen zu dürfen. Knapp 700 Feuerwehrmänner kämpften am Abend mit mehr als 215 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen.? Das Leiden stand den unzähligen Betroffenen ins Gesicht geschrieben. "Wir haben alles verloren, unser Haus, unsere Tiere, alles", erzählte eine ältere Frau unter Tränen. Es gebe einige Dörfer, die "von den Flammen völlig eingekesselt" seien, hatte in der Nacht der Bürgermeister von Pedrógão Grande, Valdemar Alves, der Zeitung "Público" gesagt. Auf Bildern ist der Himmel über dem Wald schwarz, auf einer Straße zwischen völlig verkohlten Bäumen ist eine notdürftig zugedeckte Leiche zu sehen. Der Polizei zufolge ist das Inferno durch einen Blitzschlag ausgelöst worden. Grund ist eine ungewöhnliche frühe Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise mehr als 40 Grad. "Alles deutet ganz klar auf natürliche Ursachen hin".

Das Feuer in der dünn besiedelten Region von Pedrógão Grande war am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) aus noch unbekannten Gründen ausgebrochen. Das Land zählt derzeit über 150 Waldbrände. Bürgermeister Alves hatte zuvor eine "ungenügende Zahl von Einsatzkräften" beklagt. Ministerpräsident António Costa sagte: "Die Tragödie schockiert uns durch ihre Dimension".

Angesichts des verheerenden Waldbrands hat die Europäische Union Hilfe zugesagt. Auf Bitte des Landes wurden zudem Löschflugzeuge organisiert.

Die EU sagte Portugal Hilfe zu. Spanien entsandte zwei Löschflugzeuge, um den Feuerwehrleuten im Nachbarland zu helfen.


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