KXIP vs KKR Live Score

Laut ersten Hochrechnungen kamen Macrons Mitte-Partei und ihre Verbündeten auf 355 bis 365 der 577 Sitze.

Meinungsforscher hatten zuvor bis zu 470 Mandate für möglich gehalten. So will er das Mehrheitswahlrecht reformieren, das zwar stabile Mehrheiten hervorbringt, aber eben auch dazu führt, dass mit mehr als zehn Prozent der Stimmen bedachte Parteien wie die linksradikale Bewegung Unbeugsames Frankreich oder der rechtspopulistische Front National im Parlament nicht angemessen vertreten sind.

Die Sozialisten, die in den vergangenen fünf Jahren unter Präsident François Hollande regiert hatten, müssen eine verheerende Niederlage einstecken.

Frankreich steuert bei der zweiten Runde der Parlamentswahl auf einen neuen Negativrekord bei der Wahlbeteiligung zu. Das könnte auf eine geringere Zustimmung in der Bevölkerung für den Kurs des neuen Präsidenten hindeuten, als die Sitzverteilung in der ersten Parlamentskammer vermuten lässt.

Die radikale Linke mit Jean-Luc Mélenchon sowie den Kommunisten bekam 23 bis 29 Abgeordnete.

Premierminister Edouard Philippe begrüßte das Ergebnis: "Mit ihrer Wahl haben die Franzosen in großer Mehrheit die Hoffnung der Wut vorgezogen, den Optimismus dem Pessimismus", sagte er. Ein prosperierendes Frankreich in einem wirtschaftlich starken und sozialen Europa - diesem Ziel ist der junge französische Präsident einen großen Schritt näher gekommen. Außerdem strebt er weitreichende Reformen in der vom angekündigten Austritt Großbritanniens verunsicherten Europäischen Union an und hofft dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland. Letzte Woche waren es zu diesem Zeitpunkt 40,8 Prozent. Die Wähler korrigierten die Erwartungen der Umfrageinstitute, die noch am Samstag von etwa 400 Sitzen für LRM ausgegangen waren. Und die Abgeordneten seiner Partei - viele von ihnen Politik-Neulinge - dürften Macron, dem sie ihre Wahl verdanken, treu ergeben sein.

Konservative und Sozialisten erlitten herbe Verluste: Das konservative Lager erzielte den Hochrechnungen zufolge zwischen 97 und 133 Abgeordnetenmandate. Zuvor hatten sie fast 300 Mandate inne.

Auch Marine Le Pen schaut zufrieden aus der Limousine. Der Sozialliberale hat als Europabefürworter gegen Le Pen gewonnen und muss nun seinen Landsleuten zeigen, dass dies auch Vorteile bringt. Sie zieht damit erstmals in die Nationalversammlung ein. In der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl im Mai war Le Pen deutlich gegen Macron unterlegen.

Bemerkenswert war die äusserst niedrige Wahlbeteiligung: Meinungsforscher sehen sie über den Tag gerechnet bei 42 bis 43 Prozent. Die extrem niedrige Wahlbeteiligung zeige, dass die Regierung Macron eigentlich keine Mehrheit für ihre Vorhaben habe. Macron braucht die Mehrheit in der Nationalversammlung, um seine zum Teil umstrittenen Reformen umzusetzen. Es ist eine Reaktion auf Skandale wie die Scheinbeschäftigungsaffäre um den konservativen Präsidentschaftskandidaten François Fillon. Alle konkurrierenden Parteien hatten nach dem ersten Wahlgang aufgerufen, eine Übermacht von En Marche in der Nationalversammlung zu verhindern.

Paris. Eine Überraschung war der Triumph für Emmanuel Macron nicht mehr - dafür schienen die Umfragen und die Stimmung im Land zu eindeutig. Für den Sieg in einem Wahlkreis reichte nun eine einfache Mehrheit aus.


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