KXIP vs KKR Live Score

Schließlich gehört Air Berlin, nicht nur aufgrund des Namens, zur Hauptstadt. In dieser schwierigen Lage treffen sich die Aktionäre der hoch verschuldeten Fluggesellschaft heute zur Hauptversammlung in London.

Bei der finanziell schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin, Mutter der österreichischen Niki, kommt es einem Zeitungsbericht zufolge immer häufiger zu Verspätungen oder Flugausfällen. "An unserer Aussage vom April 'Die Liquidität des Unternehmens ist gesichert' hat sich nichts geändert", sagte Unternehmenschef Thomas Winkelmann.

Die Airline hatte in der vergangenen Woche bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen eine Voranfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags gestellt. "Wir loten alle Möglichkeiten aus - für alle Fälle", sagt der Chef.

Verhandlungen zwischen Etihad und dem TUI-Konzern über eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft der Air-Berlin-Tochter Niki mit TUIfly waren in der vorigen Woche gescheitert.

Mit Bürgschaften können Bund und Länder für die Kreditrückzahlung von Unternehmen garantieren, die sonst keine Darlehen mehr bekommen würden.

Passagiere von Air Berlin müssen nach Unternehmensangaben aber nicht um die Gültigkeit ihrer gebuchten Tickets fürchten. Bei der Suche nach einem Partner halte man sich alle Optionen offen. Auch interessiert sich Lufthansa für die Flotte von Air Berlin. Lufthansa hat Interesse an einem solchen Geschäft bekundet.

Möglich ist auch eine Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa, sofern Etihad die Schulden von rund 1,2 Milliarden Euro übernimmt. Die "Welt" berichtete vorab unter Berufung auf Verhandlungskreise, dass Air Berlin eine Bürgschaft im hohen zwei- bis niedrigen dreistelligen Millionenbereich angefragt habe.

Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft steckt nach strategischen Fehlern und einer jahrelangen Verlustserie in einer existenziellen Krise.

Air Berlin schreibt mit einer Ausnahme seit 2008 rote Zahlen. Allein vergangenes Jahr standen unter dem Strich knapp 800 Millionen Euro Verlust. Etihad ist mit einem Anteil von 29,2 Prozent der größte Einzelaktionär der Airline, will diese Beteiligung Medienberichten zufolge aber loswerden.

Die Buchungen bei Air Berlin sind dem Unternehmen zufolge sicher. "Die Kunden können beruhigt bei uns buchen", sagte Vertriebsvorstand Götz Ahmelmann der "Rheinischen Post" (Samstag). Selbst wenn Air Berlin in einem anderen Unternehmen aufgehen sollte, dürften die meisten Flüge nach Experteneinschätzung von der neuen Gesellschaft übernommen werden. Die Bundesregierung prüft, ob sie der kriselnden Fluglinie unter die Arme greifen kann.

"Beschwerden bitte direkt an uns!". "Wir werden es mit ihrer Unterstützung schaffen".

Gerade erst hat die Krisenfluglinie Air Berlin Staatsbürgschaften beantragt.


BEMERKUNGEN