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Allerdings schnitt Macron deutlich schwächer ab als erwartet. Die Schweiz-Franzosen wählten den Kandidaten der Macron-Partei. Während viele für das "Etikett REM" gewählt wurden, drohte zahlreichen bekannten Gesichtern, ausgesiebt zu werden.

Um 21.00 Uhr hatte Son-Forget bereits über 75 Prozent der Stimmen in 28 von 53 Wahllokalen erhalten. Er trat in der Stichwahl gegen Amtsinhaberin Claudine Schmid von den Republikanern an. Der rechtsextreme Front National (FN), dessen Chefin Marine Le Pen es bei der Präsidentschaftswahl in den Stichentscheid geschafft hatte, liegt zwar in 20 Stimmkreisen vorn.

Die Sozialisten von Macrons Vorgänger François Hollande waren schon im ersten Wahlgang dramatisch abgestürzt, Umfrageinstitute sahen die moderate Linke und die Grünen zusammen bei höchstens 35 Sitzen. Meinungsforscher hatten zuvor bis zu 470 Mandate für möglich gehalten. Damit wäre der Regierung von Präsident Macron die absolute Mehrheit im Unterhaus des französischen Parlaments sicher.

Macrons Partei La Republique en Marche (LREM) und ihre Verbündeten könnten sich etwa drei Viertel der 577 Sitze in der Nationalversammlung sichern. Sozialistenchef Jean-Christophe Cambadelis, der glücklose Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon und weitere prominente Vertreter der Traditionspartei scheiterten mit ihren Kandidaturen für die Nationalversammlung.

Premierminister Edouard Philippe begrüßte das Ergebnis: "Mit ihrer Wahl haben die Franzosen in großer Mehrheit die Hoffnung der Wut vorgezogen, den Optimismus dem Pessimismus", sagte der Konservative.

Damit hätte er den nötigen Rückhalt für sein Reformprogramm. Außerdem strebt er weitreichende Reformen in der vom angekündigten Austritt Großbritanniens verunsicherten Europäischen Union an. Schon zum EU-Gipfel Ende dieser Woche wollen Macron und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel nach Informationen aus dem Élyséepalst einen gemeinsamen Beitrag leisten.

Enttäuschend war der vergangene Wahlsonntag auch für die konservativen Republikaner gelaufen. Bislang waren es 2.

Die erste Aufgabe der riesigen REM-Fraktion wird darum darin bestehen, diese Anfänger bei einem zweitägigen Einführungsseminar am kommenden Wochenende für ihre Rolle anzulernen. Dadurch hätte Macron auch eine parlamentarische Mehrheit für sein angestrebtes Reformpaket. Bremsen könnte allenfalls der Senat; die zweite Parlamentskammer wird von der bürgerlichen Rechten dominiert. Als eine der ersten Massnahmen will er ein Gesetz für mehr Moral in der Politik durch die Nationalversammlung bringen. Vor allem bei der geplanten Arbeitsmarktreform sind ausserdem Protestkundgebungen von Gewerkschaften zu erwarten.


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