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Auch zwischen Bochum und Dortmund müssen Bahnpendler mit Zugverspätungen rechnen. Die Behörden gehen offenbar von einem politischen Hintergrund der Taten aus, das Operative Abwehrzentrum (OAZ) der Sächsischen Polizei wurde mit den Ermittlungen betraut. Grund dafür sind laut Bundespolizei vier Kabelbrände im Großraum Leipzig.

Köln. An den Bahnstrecken zwischen Köln und Düsseldorf Hauptbahnhof sowie zwischen Bochum und Dortmund haben Vandalen in der Nacht zu Montag Kabel beschädigt.

Leipzig. Mehrere Kabelbrände haben am Montagmorgen erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr Großraum Leipzig―Dresden―Chemnitz sowie Halle (Saale) verursacht. Hinweise auf den oder die Täter gab es noch nicht. Im Berliner S-Bahn-Verkehr gab es ebenfalls erhebliche Störungen. Aufgrund der parallel auch in anderen Bundesländern stattgefundenen Attacken gehen die Ermittler von einer koordinierten Aktion aus, halten dabei einen Bezug zum anstehenden G20-Gipfel in Hamburg für möglich, so OAZ-Sprecherin Doetsch.

Betroffen von den Einschränkungen sind nach Angaben der Deutschen Bahn die Linien RE1, RE6 und RE11.

Nach Angaben der Bahn müssen Reisende und Pendler auf den Strecken Leipzig-Erfurt bis zu anderthalb Stunden mehr Zeit einplanen. Wegen der defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar.

Zudem sei mit einem Hubschrauber aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden.

Jetzt müssen die Zugführer nach Ersatzsignalen bzw. auf Funk-Befehl fahren, sagt ein Sprecher der Bahn gegenüber DER WESTEN. Die Bahn nutzt die Kabelkanäle neben den Gleisen nicht nur für die interne Signalübermittlung sondern vermietet die Schächte auch an andere Datennetz-Betreiber. Zwischen Dortmund und Bochum komme es zu Verspätungen zwischen zehn und 15 Minuten in beiden Richtungen. Sie sprach von Vandalismus. Hamburg und Nordrhein-Westfalen (Dortmund und Köln) brannten Kabelschächte, wie das operative Abwehrzentrum der Polizei Sachsen in Leipzig mitteilte. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. Am 7. und 8. Juli treffen sich beim G20 Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.


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