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Mit einer absoluten Mehrheit hätte der Präsident freie Fahrt für seinen Reformkurs. Eine absolute Mehrheit in der ersten Parlamentskammer gilt als sicher. Es qualifizierten sich alle Kandidaten für die zweite Runde, die im ersten Wahlgang mindestens 12,5 Prozent der registrierten Wähler für sich gewinnen konnten. Er will in den kommenden Monaten unter anderem eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts durchsetzen. Die Sozialisten, die bis zur Wahl Macrons mit Francois Hollande den Präsidenten stellten, erhalten demnach noch 20 bis 30 Sitze.

Die Wahllokale öffnen um 8.00 Uhr und sind bis 18.00 Uhr geöffnet, in großen Städten zwei Stunden länger. In mehreren französischen Überseegebieten wurde wegen der Zeitverschiebung bereits am Samstag gewählt. Erste offizielle Hochrechnungen werden um 20.00 Uhr veröffentlicht. Nach einer Reihe von Terroranschlägen in den vergangenen Jahren gilt in Frankreich weiterhin der Ausnahmezustand. Umfragen sagen einen triumphalen Erfolg für Staatschef Emmanuel Macron voraus: Dessen sozialliberale Partei La République en Marche dürfte zusammen mit der verbündeten Zentrumspartei MoDem mehr als 400 der 577 Abgeordnetenmandate gewinnen.

Bereits im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag war Macrons Bündnis mit 32,3 Prozent klar vorne gelandet.

Ein schwaches Ergebnis wird erneut bei der Wahlbeteiligung erwartet. Allerdings gibt es in den Reihen der Republikaner verschiedene Lager: Manche stehen einer Zusammenarbeit mit Macron offen, während andere auf eine klare Abgrenzung setzen. Im zweiten Wahlgang treten in einem Wahlkreis die beiden Bestplatzierten der ersten Runde gegeneinander an. Dazu sind 15 Abgeordnete nötig. Die Front National von Rechtspopulistin Marine Le Pen dürfte nach den Umfragen weiterhin keine grosse Rolle im Parlament spielen - allerdings hat Le Pen selbst Chancen, in ihrem Wahlkreis in Nordfrankreich erstmals in die Nationalversammlung gewählt zu werden.


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