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Und erinnerte an den im Islam verankerten Satz: "Tötest Du einen Menschen, tötest Du die ganze Menschheit".

In Köln hat der von Muslimen initiierte Friedensmarsch gegen Gewalt und islamistischen Terror begonnen.

Es ist ein starkes Zeichen: Am Samstag wollen Tausende Muslime in Köln gegen den Missbrauch ihrer Religion durch Terroristen demonstrieren. Muslime seien "keine Verhandlungsmasse, die sich nach Belieben hierhin oder dorthin zitieren lässt", heißt es verschnupft in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Ein weiterer Grund, den die Ditib anführt: Es sei gerade Ramadan und damit viel zu heiß, um in dieser Fastenzeit mittags zu marschieren. Die Veranstalter der Aktion "Nicht mit uns - Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror" zählten bei der Kundgebung am Heumarkt nur rund 500 Teilnehmer. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf wollte sich aber auf Nachfrage der WELT nicht zu den Teilnehmerzahlen äußern.

Christine Buchholz von der Linksfraktion sagte dagegen auf Anfrage, ob Ditib oder andere sich dem Aufruf anschließen, sei deren Entscheidung. Hier geht es nicht um Stigmatisierung, sondern um ein Zeichen gegen Terror und Hass derer, die den Islam für ihre schändlichen Taten missbrauchen. Die Türkisch-Islamische Union Ditib verweigerte sich dem Aufruf zur Demo. Beide zusammen stellen laut eigenen Angaben etwa die Hälfte der Moscheegemeinschaften in Deutschland. "Dass Ditib nicht an der Demonstration teilnimmt, ist kein gutes Signal". "Wir haben das Gefühl, dass Friedensdemonstrationen zu einer Sisyphusaufgabe geworden sind", sagte Gümüş gegenüber FAZ.NET. Gekommen sind Familien, Junge und Alte, Mitglieder muslimische Verbände, Kirchenvertreter und Politiker.

Am Samstag sollen in Köln Demonstrationen gegen den radikalen Islamismus und gegen Terrorismus stattfinden. Bouffier schloss Auswirkungen auf die Zusammenarbeit des Landes mit Ditib beim islamischen Religionsunterricht aus. Es sei Aufgabe der gesamten Zivilgesellschaft, sich von Terror zu distanzieren, schrieb Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) in einem Gastbeitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger". "Der Verband isoliert sich mit seiner Absage immer mehr und darf sich nicht wundern, wenn er so den Gegnern des Islam neue Argumente liefert". Er hatte im Vorfeld erklärt: "Forderungen nach ‚muslimischen' Anti-Terror-Demos greifen zu kurz, stigmatisieren die Muslime und verengen den internationalen Terrorismus auf sie, ihre Gemeinden und Moscheen".

Der Zeitpunkt der Demonstration ist nicht zufällig gewählt:Ssie fällt in den für Muslime heiligen Monat Ramadan, der für ein friedliches Miteinander und Solidarität mit den Armen steht. Mit Joachim Stamp von der FDP und dem SPD-Chef von Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, finden sich immerhin einige bekannte Landespolitiker in Köln ein.


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