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Uhr: Nach dem Brand des Grenfell Tower in London befürchten die Behörden viele weitere Todesopfer. Dies sagte ein Vertreter der Londoner Polizei, Stuart Cundy, am Donnerstag im britischen Fernsehen.

London - Zwei Tage nach der Brandkatastrophe in London gingen die Suche nach weiteren Opfern sowie die Ermittlungen zur Brandursache weiter. Bislang ist völlig unklar, wie viele Menschen in dem Hochhaus ums Leben gekommen sind.

Die Ursache des Brands ist noch nicht geklärt.

In dem 24-stöckigen Grenfell Tower war in der Nacht zum Mittwoch ein Inferno ausgebrochen, verzweifelte Menschen sprangen in die Tiefe. "Es wird im Laufe der nächsten Tage viele Fragen zur Ursache dieser Tragödie geben und ich möchte den Londonern versichern, dass wir dazu alle Antworten bekommen werden". Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Maßnahmen ergriffen, sagte May am Mittwochabend. Sie sei aber mehr besorgt "über die psychische Gesundheit" ihrer Feuerwehr, sagte Cotton. In dem Hochhaus hatte es laufend Beschwerden über unzureichenden Brandschutz gegeben. Die Suche nach Opfern wurde vorerst unterbrochen, weil Teile des Gebäudes strukturell nicht sicher seien, teilte die Londoner Feuerwehr mit. Die Queen und ihr Enkel besuchten eine Notunterkunft in einem Fitnesscenter im Stadtteil Kensington in der Nähe des Brandorts. In dem Gebäude mit 120 Wohnungen lebten britischen Medienberichten zufolge zwischen 400 und 600 Menschen. Für eine gründlichere Suche müssten sie allerdings erst gesichert werden. "Alle Bestandteile der Feuersicherheit und des Gebäudemanagements" müssten versagt haben, vermutete der frühere Feuerwehrchef aus den Midlands auf Twitter.

Hunderte Londoner strömten in die Gegend, brachten Decken, Kleider, Wasser, Essen und Babynahrung. Auch mehr als eine Million Pfund an Spendengeldern wurden gesammelt. Matt Wrack, der Chef der Feuerwehr-Gewerkschaft, sagte, nach dem Brand hätten die Bewohner des Gebäudes das Recht, kritische Fragen zu stellen - etwa, ob die Fassadenverkleidung die Feuersicherheit beeinträchtigt habe. Der Brand im Grenfell Tower ist Augenzeugenberichten zufolge noch nicht vollständig gelöscht.

Die Berliner Feuerwehr dringt nach der Katastrophe auf schärfere Vorschriften beim Brandschutz in Deutschland auch für niedrigere Gebäude.

Königin Elizabeth II und Prinz William trafen am Freitag Betroffene und Helfer.

Das Gebäude wurde 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 saniert. Es sei ermutigend, zu sehen, wie viele Freiwillige nun zur Hilfe kämen.

Erschöpfte Rettungskräfte machen am Rande des ausgebrannten Hochhauses eine Pause. Berlins Landesbranddirektor Wilfried Gräfling wies im RBB-Inforadio darauf hin, dass bei Häusern mit einer Höhe von weniger als 22 Metern brennbares Dämmmaterial erlaubt sei. "Wir nehmen das jedoch zum Anlass und werden überprüfen, ob die aus energetischen Gründen geforderte Außendämmung eine zusätzliche Brandgefahr auslöst", sagte Herrmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das bemängeln wir als Feuerwehr, weil wir da schon schlechte Erfahrungen gemacht haben - nicht hier in Berlin, aber schon in anderen Städten".


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