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Die entscheidende zweite Runde der französischen Parlamentswahl hat in den ersten Stunden nur wenige Franzosen ins Wahllokal gelockt.

Dabei hatte es bereits in der ersten Runde eine Woche zuvor einen Negativ-Rekord mit einer Wahlbeteiligung von 49 Prozent gegeben. Präsident Emmanuel Macron kann bei der Abstimmung laut Meinungsforschern mit einer haushohen Mehrheit in der Nationalversammlung rechnen. Zudem will Macron das Arbeitsrecht reformieren. Denn auch sie versuchen, für den zweiten Durchgang der Parlamentswahl an diesem Sonntag ihre Anhänger irgendwie doch noch zu mobilisieren und den Schaden zu begrenzen, den Macron ihnen zufügt.

Frankreich steuert bei der zweiten Runde der Parlamentswahl auf einen neuen Negativrekord bei der Wahlbeteiligung zu. Das wäre noch weniger als bei der ersten Runde, wo die Beteiligung 48,7 Prozent betrug. Unmittelbar danach sind erste offizielle Hochrechnungen zu erwarten.

Der Präsident gab seine Stimme am Vormittag im Badeort Le Touquet am Ärmelkanal ab.

Es gilt als sicher, dass Macrons Partei La République en Marche und ihre Verbündeten eine absolute Mehrheit der Abgeordnetensitze bekommen.

Sechs Wochen nach Macrons Wahl zum Präsidenten müssen die traditionellen Regierungsparteien der bürgerlichen Rechten und der Sozialisten mit einer weiteren herben Niederlage rechnen. Sie könnten nach einer Berechnung des Instituts Harris Interactive auf 60 bis 80 Sitze kommen.

Bei der Parlamentswahl wird in 577 Wahlkreisen jeweils ein Abgeordneter gewählt. Allerdings gibt es in den Reihen der Republikaner verschiedene Lager: Manche stehen einer Zusammenarbeit mit Macron offen gegenüber, während andere auf eine klare Abgrenzung setzen. Das reine Mehrheitswahlrecht macht es für kleine Parteien schwer, Mandate zu gewinnen. Die Gegner würden zu einer zersplitterten Opposition reduziert: Die meisten brächten es nicht einmal auf die 15 Mandate, die nötig sind, um ein Rederecht zu erhalten, genügend finanzielle Unterstützung oder andere Mittel, um die Politik mitgestalten zu können.

Gewählt wird das französische Unterhaus, die Nationalversammlung. Der rechtsextreme Front National (FN), dessen Chefin Marine Le Pen es bei der Präsidentschaftswahl in den Stichentscheid geschafft hatte, liegt zwar in 20 Stimmkreisen vorn.

Bei den Sozialisten sind einige prominente Köpfe in ihren Stimmkreisen schon im ersten Wahlgang ausgeschieden, darunter Parteichef Jean-Christophe Cambadélis und Ex-Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon.

Elabe-Umfrage bei BFMTV, Frz.


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