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"An unserer Aussage vom April "Die Liquidität des Unternehmens ist gesichert" hat sich nichts geändert", betonte Unternehmenschef Thomas Winkelmann gestern auf der Hauptversammlung in London.

Air Berlin hatte am Vortag mitgeteilt, bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen eine Voranfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags gestellt zu haben. Der Chef der Monopolkommission ist deshalb gegen Staatshilfen für Air Berlin: "Wenn ein Unternehmen schlecht gewirtschaftet hat oder sein Geschäftsmodell nicht stimmt, dann sollte der Staat es nicht künstlich am Leben erhalten", warnt Achim Wambach in der "Welt".

Seit 2008 schreibt das Unternehmen mit einer Ausnahme rote Zahlen.

Berlin. Eine mögliche Bürgschaft für die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin ist hochumstritten.

Wie ist es um Air Berlin bestellt? 2016 stand ein Rekordverlust von 782 Millionen Euro in den Büchern.

"In diesem Fall müsste die Lufthansa im Verfahren belegen, dass Air Berlin sonst von der Insolvenz bedroht wäre und aus dem Markt ausscheiden würde", erläuterte der Jurist der Kanzlei Simmons & Simmons. Die Hauptversammlung von Air Berlin fand in London statt, da die Fluglinie juristisch als britisches Unternehmen (PLC) firmiert.

Ein "tragfähiges Zukunftskonzept" sei die Mindestvoraussetzung für die Gewährung einer solchen Hilfe, hatte die Bundesregierung am Freitag klar gemacht.

Nach dem Abbruch der Verhandlungen des Reisekonzerns TUI mit der arabischen Fluglinie Etihad über eine gemeinsame Ferienfluglinie mit TUIfly und der Air Berlin Tochter Niki ist bei Air Berlin wieder einmal Feuer am Dach. Die Kunden hielten Air Berlin trotz aller Probleme die Treue. Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner steht einer Landesbürgschaft mit "größter Skepsis" gegenüber. Etihad kündigte Unterstützung an, aber was bleibt ist die Ungewissheit und vor allem die Frage, wie viel Schuld Berlin an der Misere hat. Auch weigert sich Lufthansa kategorisch, die Schulden von Air Berlin zu übernehmen, und Lufthansa-Chef Spohr hat erklärt, als erstes müssten "die enorm hohen Kosten von Air Berlin gedrückt werden". Zum Zug kommt möglicherweise die Lufthansa. Vielleicht hatte man die wahren Billigheimer, die Easyjet, Ryanair oder Norwegian heißen, schlicht unterschätzt. "Keiner hat Interesse an einer harten Pleite der Air Berlin". Unter dem Dach von Eurowings könnten einige Crews weiterfliegen, aber dem größten Teil der Belegschaft, darunter Tausenden Bodenbeschäftigten, droht der Verlust ihrer Arbeitsstelle. Etwas ketzerisch könnte man sagen: Sie haben schon so viel Geld in Air Berlin versenkt, dass es auf eine weitere Milliarde nun auch nicht mehr ankommt. Vielmehr habe die staatliche Airline aus dem Öl-Emirat Abu Dhabi die Gespräche abgebrochen.


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