KXIP vs KKR Live Score

Die Partei wirbt darin auch für ein Ende der Massentierhaltung in den kommenden 20 Jahren, ein Staatsbürgerschaftsrecht nach dem Geburtsortprinzip und eine Vermögenssteuer für Superreiche.

Nach einer kontroversen Debatte beschlossen die rund 800 Delegierten am Samstag einen Kompromiss zum Kohleausstieg, der das Ausstiegsdatum vom vorigen Parteitag um fünf Jahre auf 2030 hinausschiebt. "Wir haben da hart gerungen jetzt, das ist unser Herzensthema". Im November hatten die Delegierten in Münster noch den kompletten Kohleausstieg bis 2025 beschlossen. Wenig später hatte die Fraktion einen Ausstiegsplan vorgelegt, der das sofortige Abschalten der 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke und den Komplettausstieg in den nächsten 20 Jahren vorsah - also bis 2037.

Fraktionschef Anton Hofreiter warnte in einer eindringlichen Rede, der Klimaschutz schreite schlimmer voran als bislang angenommen. "Es geht um uns und unsere Lebensgrundlagen, und diesen Kampf müssen wir gewinnen", sagte er.

Der Kohleausstieg bis 2030 und die Ehe für alle sind zentrale Bestandteile des Wahlprogramms der Grünen. Der angekündigte Ausstieg der USA sei ein "Verbrechen an der Zukunft der ganzen Menschheit". Hofreiter fügte hinzu: "Wer ökologische Veränderungen durchsetzen will, der muss sie sozial gerecht machen, sonst werden sie scheitern". "Mit uns wird es keinen Koalitionsvertrag ohne die Ehe für alle geben", heißt es nach der Übernahme eines Antrags des Bundestagsabgeordneten Volker Beck am Samstag in Berlin nun im Programm.

Die Delegierten stimmten auch einem Antrag zu, wonach die unter Rot-Grün eingeführte Stromsteuer abgeschafft und in eine CO2-Bepreisung umgewandelt werden soll. Eine konkrete Zahl für den CO2-Preis in Deutschland wurde nicht genannt. Bei der Einführung der Stromsteuer habe der Anteil der erneuerbaren Energien in Deutschland bei 4 Prozent gelesen, heute seien es deutlich mehr als 30 Prozent, sagte Fraktionsvize Oliver Krischer. An diesem Sonntag wird das Wahlprogramm endgültig verabschiedet. Spitzenkandidatin Göring-Eckardt schwor ihre Partei auf einen engagierten Klima-Wahlkampf ein. Vom linken Parteiflügel gibt es offene Kritik am Kurs der beiden Realpolitiker, die von der Basis als Spitzenkandidaten gewählt worden waren.

Im derzeitigen Bundesamt für Verfassungsschutz sei „wenig drin, was man noch gebrauchen kann“, sagte der Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele.

Zum Thema Frieden und Menschenrechte spricht am Samstagnachmittag der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin.

Trotz derzeit schlechter Umfragewerte von sieben bis acht Prozent wollen die Grünen bei der Wahl am 24. September drittstärkste Partei werden und streben eine Regierungsbeteiligung an.


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