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Ludwigshafen - Als erste Persönlichkeit in der Geschichte der EU soll Helmut Kohl mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. Als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, als Bundeskanzler und als Vorsitzender der CDU Deutschlands prägte er die deutsche Politik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Gedacht ist an eine Trauerfeier und Würdigung mit allen Spitzen der Europäischen Union sowie mit Weggefährten des am Freitag gestorbenen Altkanzlers.

Juncker betonte die Verdienste Helmut Kohls für Europa: "Helmut Kohl war ein deutscher Europäer und ein europäischer Deutscher". "Deshalb gebührt Helmut Kohl nun auch ein europäischer Staatsakt, für den ich mich persönlich einsetzen werde". Stets hatte Helmut Kohl die deutsche Frage offengehalten, sich nicht mit der Zweistaatlichkeit abgefunden und die Präambel des Grundgesetzes als Auftrag begriffen.

Der verstorbene Altkanzler Helmut Kohl könnte als erster Politiker mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. Ein Datum stehe aber noch nicht fest. Dort soll eine öffentliche Totenmesse im Dom von Speyer stattfinden, berichtet die "BamS" weiter. Informationen der "Bild am Sonntag", wonach Kohls Leichnam nach dem Staatsakt mit dem Schiff über den Rhein zur Totenmesse nach Speyer gebracht werden soll, bestätigte sie nicht.

Danach werde der engste Familien- und Freundeskreis in der Traukapelle im Adenauerpark in Speyer Abschied von Kohl nehmen. Offen blieb zunächst, wann und wo es einen Staatsakt in Deutschland geben wird.

Berlin (ots) - Zum Tode von Bundeskanzler a.D. Nach einer Privataudienz im Vatikan sagte Merkel, der Papst habe seine Anteilnahme ausgedrückt und Kohl als "großen Staatsmann" gewürdigt.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft wird am Montag mit Genehmigung der FIFA beim Auftaktspiel zum Confederations Cup gegen Australien mit Trauerflor spielen. Auch die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann kamen zu Kondolenzbesuchen. Der frühere SPD- Vorsitzende und -Kanzlerkandidat Rudolf Scharping plädierte in der "Welt am Sonntag" dafür, Straßen und Plätze nach Helmut Kohl zu benennen.

Eine Kommissionssprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur, der genaue Termin und die Details seien aber noch offen.


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