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Washington (dpa) - US-Justizminister Jeff Sessions hat bestritten, in irgendeiner Form in die Russland-Affäre im Zusammenhang mit dem Wahlkampf 2016 verwickelt zu sein. Es handle sich um eine 'schockierende und abscheuliche Lüge', sagte Sessions in Washington.

Seine Anhörung am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats brachte aber keine neuen Erkenntnisse - weil Sessions sich auffallend wortkarg gab.

Comey erklärte in der vergangenen Woche vor dem Kongress, er gehe davon aus, dass er von Trump gefeuert worden sei, um die Ermittlungen in der Russland-Affäre zu untergraben. Jetzt aber habe er wild entschlossen gewirkt und auch sehr aggressiv geklungen in seiner Verteidigung.

Sessions war der bisher ranghöchste Regierungsvertreter, der vor dem Ausschuss zu den mutmaßlichen Einmischungen Russlands in die Präsidentschaftswahl vom November gehört wird.

Zudem sei ihm nicht bekannt, dass Personen mit Verbindungen zum Wahlkampfteam von Donald Trump solche Gespräche führten. Klandestines und Aussenpolitisches interessieren ihn weit weniger als etwa illegale Zuwanderung oder ein hartes Vorgehen gegen Kriminalität, und mit dem dubiosen Trump-Vertrauten und Trickster Roger Stone oder Trumps kurzzeitigem Wahlkampfmanager und Ukraine-Spezialisten Paul Manfort hat Sessions nichts gemein. Er verschwieg die Begegnungen jedoch, später wurden sie von der Presse enthüllt.

Während seiner beiden Treffen mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak hat es laut Sessions nicht einen unangemessenen Gesprächsgegenstand gegeben. Sessions wurde vorgeworfen, einige Kontake verheimlicht zu haben. Die Geheimdienste hatten Kisljak aber überwacht und spielten die Informationen über die Treffen nach Sessions Leugnung den Medien zu.

Generell berief sich Sessions reichlich auf Erinnerungslücken.

Sessions erschien vor demselben Gremium, das am vergangenen Donnerstag den früheren FBI-Chef James Comey empfangen hatte. Dies wurde als Verstoß gegen seine Befangenheitserklärung in der Russland-Affäre gedeutet.

Sessions war einer der ersten und überzeugtesten Fans des heutigen US-Präsidenten Donald Trump innerhalb der zunächst skeptischen republikanischen Partei. Sessions bekräftigte aber in der Anhörung, dass er Comeys Entlassung wegen der internen Zustände beim FBI befürwortet habe. Es sei auch nicht üblich, dass das Justizministerium Gespräche mit dem Präsidenten öffentlich mache. Ein Berater, der von dem Treffen wusste, sagte, es sei darum gegangen, dass sich die künftigen jeweiligen Untersuchungen nicht gegenseitig behinderten. Allerdings hatte er sich vorher aus den Russland-Ermittlungen zurückgezogen, weil er befangen sei. Warner lässt das sacken und gibt noch einmal sein Erstaunen zu Protokoll, dass der Justizminister es nicht für nötig befand, mit Comey zu sprechen.

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Die Vorsitzende des Republican National Committee, der Parteiorganisation der Republikaner, Ronna McDaniel, lobte nach Sessions' Auftritt dessen "Ehrlichkeit und Professionalität".

Zum Streitpunkt, ob Gespräche bei Donald Trump im Weißen Haus aufgenommen werden, sagte Sessions, dass er nicht wisse, ob US-Präsident Donald Trump die Gespräche mit seinen Gästen, die er im Weißen Haus führt, aufnehme.


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