KXIP vs KKR Live Score

Muellers Entscheidung ist ein möglicher Wendepunkt im Russland-Skandal. Damit schürte der Präsident selbst den Verdacht, er habe die Russland-Ermittlungen torpedieren wollen.

Die "Post" und die "New York Times" berichteten, dass Mueller Gespräche mit drei Mitarbeitern der Trump-Regierung führen wolle, die nichts mit Trumps Wahlkampf im vergangenen Jahr zu tun gehabt hätten. Es geht u.a. um Geheimdienstkoordinator Dan Coats und NSA-Chef Michael Rogers, bei denen der Präsident wegen James Comey interveniert haben soll. Nun hat es Trump selbst eingeräumt: "Gegen mich wird ermittelt". Ein Rausschmiss käme damit dem Beweis für den Amtsmissbrauch des Präsidenten gleich.

Trump hatte schon vor dem Bericht auf Twitter auf die Untersuchung reagiert: "Ihr werdet Zeuge der größten Hexenjagd in der politischen Geschichte der USA - geleitet von einigen sehr schlechten und sich widersprechenden Menschen!", schrieb er. ABC News berichtete am Freitag, Rosenstein habe eingeräumt, dass er seinem Chef vielleicht nachfolgen muss. Kushner hatte sich vor Trumps Amtsantritt mit dem russischen Botschafter und einem Moskauer Bankier getroffen. Trump hatte zunächst erklärt, der Brief sei der Grund für Comeys Entlassung.

US-Sonderermittler Robert Mueller ermittelt in der Russland-Affäre nun auch offenbar gegen US-Präsident Donald Trump persönlich. Mueller äußerte sich nicht zur Meldung.

Der Sonderermittler in der Russland-Affäre, Robert Mueller. Doch der Präsident verschickte auch diese Woche seine wütenden morgendlichen Tweets: "Die Fake-News-Medien waren noch nie so falsch oder dreckig", schrieb er am Dienstag. Um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump anzustoßen, müsste sich die Regierungspartei also gegen den Präsidenten wenden. Ein Sprecher von Trumps persönlichem Anwalt Marc Kasowitz sagte in einer Reaktion auf den Bericht: "Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal". Auch Justizminister Jeff Sessions, ein treuer Trump-Unterstützer, hatte aussagen müssen. Ein solcher Schritt würde den Verdacht gegen den Präsident jedoch nur noch weiter stärken.

Mueller soll wie das FBI und mehrere Kongressausschüsse die russische Einflussnahme auf die amerikanische Präsidentenwahl im letzten Jahr und eine allfällige Komplizenschaft von Figuren aus Trumps Umfeld klären.

Kushner ist Ivanka Trumps Ehemann und gleichzeitig Trumps engster Berater im Weißen Haus.

Anfang Juni hatte Clinton zum ersten Mal in aller Deutlichkeit Trumps Wahlkampfteam der Komplizenschaft mit Russland beschuldigt, was ihre Niederlage verursacht habe. Staatschef Wladimir Putin sagte am Donnerstag, sein Land habe keine verdeckten Aktionen gegen die USA gestartet.

Ex-FBI-Chef James Comey legt den Eid vor einem US-Ausschuss ab.

Theoretisch könnte Trump zudem den jetzt von Mueller vorgeladenen Geheimdienstchefs auferlegen, bei der Befragung durch die Ermittler keine Interna preiszugeben.


BEMERKUNGEN