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Die Türkei werde ihre Verbindungen zu Katar weiter entwickeln, "so wie bei allen Freunden, die uns in den schwierigsten Momenten unterstützt haben", fügte Erdogan mit Blick auf den gescheiterten Putschversuch in seinem Land im Juli vergangenen Jahres hinzu.

Das katarische Außenministerium sprach von "falschen und grundlosen Vorwürfen".

Auch die von Saudiarabien angeführte Militärkoalition, die seit März 2015 Luftangriffe auf mutmassliche Stellungen von Aufständischen im Jemen fliegt, schloss Katar aus. Katarische Bürger müssen diese Länder binnen 14 Tagen verlassen. Am Airport Doha kam es zum Ausfall der meisten Flüge. Der Außen-Staatsminister der Vereinigten Arabischen Emirate Anwar Karkasch sagte der Nachrichtenagentur AFP, bei den Maßnahmen gegen Katar gehe es nicht um einen "Regimewechsel", sondern um eine "Änderung der Politik". Die Vereinigten Arabischen Emirate verboten zudem laut übereinstimmenden Berichten der Zeitung "Gulf News" und des Fernsehsenders "Al Arabija" Sympathiebekundungen für Qatar. Offensichtlich gebe es in der Region einige Konflikte, die nun hochkochten, sagte er in Sydney. Er telefonierte am Montagabend mit seinem katarischen Kollegen Tamim bin Hamad Al Thani und forderte diesen nach Angaben der Agentur Kuna auf, den Bemühungen um Entspannung "zwischen Brüdern" eine Chance zu geben.

Die Ankündigung der von Saudi-Arabien angeführten Koalition, die diplomatischen Beziehungen mit Katar abzubrechen, stellt den Höhepunkt einer jahrelangen Auseinandersetzung zwischen mehreren Staaten am Arabischen Golf und Katar dar. Katars Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Emirate schlossen auch die Grenzen. Auf Bahrain unterhält die Fünfte US-Flotte ihr Hauptquartier.

US-Präsident Donald Trump hatte Saudi-Arabien kürzlich besucht und dort Waffen- und andere Wirtschaftsabkommen in dreistelliger Milliardenhöhe abgeschlossen. Damit solle die Stabilität in der Region gestört werden. Dazu zählten neben der Muslimbruderschaft auch Al-Kaida und die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS). Das türkische Parlament will sogar über die Stationierung von Truppen im Emirat Katar entscheiden. "Ich hoffe, dass Katar den Forderungen der Golfstaaten nachkommt". Al-Jazeera habe Terrororganisationen unterstützt und versucht, die nationale Souveränität Saudi-Arabiens zu stören, meldete die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA mit Verweis auf das saudische Ministerium für Kultur und Information.

Die Beziehungen Katars zu den anderen Golfstaaten sind schon länger angespannt. Gleichzeitig stoßen sie sich an den angeblich guten Beziehungen Qatars zum schiitischen Iran.

Katars Außenminister Scheich Mohammed Bin Abdulrahman al-Thani sagte CNN, das FBI habe den Hackerangriff und die Geschichte der gefälschten Nachrichten bestätigt. Trotzdem hielten die Spannungen an. Saudi-Arabien beschuldigt Katar auch, Milizen mit Kontakten zum Iran zu fördern. Katar solle, so heißt es, künftig nicht mehr der Allianz angehören, die seit zwei Jahren im südlich gelegenen Jemen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen kämpft.

Der Iran zeigte sich angesichts der Entwicklung besorgt. Die deutsche Botschaft in Doha sei im "Krisenmodus", sagte der Sprecher des Außenamts, Martin Schäfer. Dies sei in einer ohnehin krisengeschüttelten Region besonders gefährlich, sagte der SPD-Politiker dem "Handelsblatt".

Der Weltverband selbst hat die Ereignisse noch nicht kommentiert.


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