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Demnach hat sich Trump die Anhörung von Sessions nicht vollständig angeschaut, da er zu dem Zeitpunkt auf Reise gewesen sei.

Sessions sagte, er habe sich aus den Ermittlungen einer russischen Wahlbeeinflussung aus formalen Gründen zurückgezogen. Nach Darstellung seiner Mitarbeiter fand das Treffen allerdings im Rahmen seiner Tätigkeit als Abgeordneter und nicht als Mitglied in Trumps Team statt. Trump hatte den Rauswurf des Direktors der Polizei- und Geheimdienstbehöre unter anderem mit den Russland-Ermittlungen begründet.

Pünktlich zu seinem 71. Geburtstag machte die "Washington Post" dem Präsidenten ein ganz besonderes Geschenk: Sie enthüllte am Mittwochabend, dass die Ermittlungen des FBI in Sachen russischer Manipulationen der US-Wahl schon seit Wochen einen weiteren Schwerpunkt haben. Außer als es um den Ex-FBI-Chef James Comey ging, der Donald Trump vergangene Woche schwer belastet hatte. Sessions hatte die Demission befürwortet.

Sessions hatte sich im März aus den Russland-Ermittlungen zurückgezogen.

Vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats antwortete Sessions auf alle Fragen, die US-Präsident Donald Trump selbst betreffen, nicht oder nur ausweichend. Comey hatte erklärt, die Öffentlichkeit wisse nicht alles über Sessions' Russland-Kontakte.

"Das hätte dann wahrscheinlich einen Versuch eingeschlossen, diese Zahlungen zu verbergen, am ehesten, indem das Geld über Offshore-Finanzplätze geleitet wurde". Dabei soll der Präsident Comey aufgefordert haben, die Russlandermittlungen gegen Michael Flynn fallen zu lassen. Er traf in seiner Eigenschaft als Trumps Berater und Senator 2016 mindestens zwei Mal den russischen US-Botschafter Sergej Kisljak. Er denke, Sessions habe einen "sehr guten Job" gemacht und sei besonders "stark" darin gewesen, mögliche Verbindungen des Trump-Wahlkampfteams nach Russland zurückzuweisen, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Huckabee Sanders, am Dienstag an Bord der Air Force One. Auf die Frage, ob Trump Gespräche im Weißen Haus aufnehme, sagte Sessions, das könne er nicht sagen. Er sei sich nicht sicher, was Trump durch den Kopf gegangen sei, als er Comey entlassen habe, erwiderte Sessions bei der Anhörung. Sessions sagte, er halte es nicht für problematisch, wenn der Präsident direkt mit dem FBI-Chef rede.

Über seine Unterredungen mit Trump sagte der frühere republikanische Senator aus Alabama, er müsse seiner Pflicht genüge tun, deren Vertraulichkeit zu wahren. Ein Vertreter von Trump-Anwalt Marc Kasowitz reagierte wütend: "Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal", heißt es in einer Stellungnahme von Mark Corallo, einem Sprecher der Kanzlei von Kasowitz.

Doch sein Rückzug, sagt Sessions in der Anhörung, sei nicht aus Befangenheit erfolgt, sondern aus Respekt vor dem Code of Federal Regulations, wonach kein Angestellter an einer strafrechtlich relevanten Ermittlung teilnehmen darf, wenn er in einer persönlichen Beziehung zu einer Person steht, gegen die ermittelt wird. Er werde seine Ehre gegen solche "niederträchtigen und falschen Vorwürfe" verteidigen. Er habe sich während des Wahlkampfs, des Auswahlprozesses zum Minister und als Justizminister stets an höchste Standards gehalten.

Einige Stunden vor der Aussage von Sessions haben sich Republikaner und Demokraten im US-Senat im Streit um die Sanktionspolitik gegenüber Russland auf eine Ausweitung des Maßnahmenpakets verständigt.

Die Sanktionen wurden wegen der Rolle Russlands bei der Krise in der Ukraine verhängt.

Der Justizminister ging hingegen nicht näher auf Comeys Vorwürfe ein, er habe sich von Trump wegen der Russland-Ermittlungen unter Druck gesetzt gefühlt.

US-Präsident Donald Trump spricht während seiner 'Thank You Tour' durch die USA in West Allis.


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