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Frankfurt - Opel-Chef Karl-Thomas Neumann ist als Vorsitzender der Geschäftsführung des Autobauers zurückgetreten. Seine Pläne wolle Neumann dem Opel-Aufsichtsrat in der nächsten Sitzung am 22. Juni mitteilen.

Neumann sagte, er habe keinen Zweifel daran, dass Opel mit dem Wechsel zur PSA-Gruppe noch erfolgreicher und stärker aufgestellt sein werde. "Er bleibt Mitglied der Geschäftsführung, bis der Verkauf von Opel/Vauxhall an die PSA-Gruppe abgeschlossen ist".

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf einen Insider, der Niedersachse sei Kandidat für einen Vorstandsposten bei Volkswagen, womöglich als Nachfolger des im Dieselskandal angeschlagenen Audi-Chefs Rupert Stadler. Dass heißt auch, dass die Jobs bei Opel über die aktuell bis Ende 2018 geltenden Verträge hinaus nicht sicher sind. Vor drei Monaten klang Neumann da noch ganz anders: Da lobte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit PSA die Chancen, die sich durch das Zusammengehen mit den Franzosen ergeben. Den Plan dafür sollte das Opel-Management innerhalb von 100 Tagen nach der Übernahme vorlegen und ihn dann umsetzen. Er selbst wolle sich zunächst voll auf den Abschluss dieser Transaktion konzentrieren. Er folgt auf Karl-Thomas Neumann, der am Montag zurücktrat. Einesteils ließen neue Modelle auf sich warten, andernteils gehe derzeit "außer dem Adam und dem Mokka nicht viel", sagte Dudenhöffer. Später übernahm der verheiratete Vater von zwei Kindern auch den Posten als Geschäftsführer Finanzen sowie den des "Chief Financial Officers" der Opel Group GmbH.

Karl-Thomas Neumann mag es offenbar kurz, knackig und direkt: Sparsame 131 Zeichen benötigte er, um seinen eigene Demission zu verkünden.

Erst am Wochenende hatte ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geschrieben, dass Neumann nach der Übernahme von Opel durch den französischen Konzern PSA (Dachkonzern für die Marken Peugeot und Citroen) zurücktreten wolle. Trotz jahrelanger Sanierungsbemühungen noch unter der Ägide der bisherigen Opel-Mutter GM hatte Opel 2016 erneut einen Verlust in Höhe von 257 Millionen US-Dollar eingefahren. Boni-Zahlungen von 20 bis 30 Millionen an die neunköpfige Opel-Spitze, die nach der Übernahme fließen sollen, dürften manchen deshalb zum Nachdenken bewegen.

PSA-Chef Carlos Tavares hatte in einem aktuellen Interview noch einmal seine Vorgabe erneuert, dass Opel spätestens im Jahr 2020 Gewinn machen müsse. Euro zahlen. Opel/Vauxhall beschäftigt etwa 38.000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, die Hälfte davon in Deutschland. Bevor er nach Rüsselsheim kam, war er Finanzchef von VW of America, davor arbeitete der gelernte Diplom-Kaufmann bei Jungheinrich, Daimler und Mitsubishi Europa.


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