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Die Polizei geht davon aus, dass die Bergungsarbeiten in dem völlig ausgebrannten Grenfell Tower sehr langwierig sein werden. Aktivisten riefen für den Abend zu einer Solidaritätskundgebung im Regierungsbezirk Westminster auf. Nach Angaben der Polizei wird der Rettungseinsatz noch mehrere Tage dauern. Weiter bleiben viele Fragen offen: Was ist die Ursache des Feuers?

Beim Brand eines Londoner Hochhauses sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. "Es gibt zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hinweise darauf, dass das Feuer mit Absicht gelegt wurde", sagte der Scotland Yard-Sprecher.

17 Tote wurden bislang ermittelt, diese Zahl könnte aber nach Einschätzung der Behörden deutlich nach oben gehen. "Es ist heroisch, wie die Feuerwehr gegen den Brand um das Leben der Menschen, die sich noch in dem Haus befinden, kämpft", sagte eine Regierungssprecherin in Berlin. Die Gefahr eines Einsturzes bestand anscheinend nicht. Sie sei aber mehr besorgt "über die psychische Gesundheit" ihrer Feuerwehr, sagte Cotton. 65 Menschen wurden von der Feuerwehr aus den Flammen gerettet, anderen gelang selbst die Flucht. Die Lage von 12 Patienten sei derzeit kritisch, teilte die Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Und die Feuerwehrleute können nicht mehr in die obersten Stockwerke des Unglückshochhauses. Für eine gründlichere Suche müssten vor allem die oberen Stockwerke erst gesichert werden. "In meiner 29-jährigen Karriere als Feuerwehrfrau", sagte LFB-Chefin Cotton, "habe ich noch nie solch ein Feuer erlebt". Premierministerin Theresa May hat eine umfassende Untersuchung der Ursache angekündigt. Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Maßnahmen ergriffen, sagte May. Für diesen Donnerstag wurde sie am Brandort erwartet. Wann genau sie eintreffen sollte, war zunächst unbekannt.

Die britische Königin Elizabeth besuchte eine Notunterkunft und sprach mit Opfern und ehrenamtlichen Helfern.

24 Personen wurden am Freitag noch in Spitälern der britischen Hauptstadt behandelt. Er nannte den Brand im Grenfell Tower einen Unfall, wie er in der "Dritten Welt" vorkomme. Experten vermuten, die Fassadendämmung könnte ein Grund dafür sein, dass sich der Brand so rasend schnell ausbreitete.

Das Gebäude im Stadtteil Kensington gilt entgegen ersten Befürchtungen nicht als einsturzgefährdet.

Die Ränder des Gebäudes seien strukturell nicht sicher, sagte Feuerwehrchefin Dany Cotton am Donnerstag.

Gemeindezentren, Kirchen und Moscheen begannen bereits, immer weiter eintreffende Hilfsmittel - etwa Essen, Kleidung und Schuhe - abzulehnen, da sie mit Spenden überflutet wurden.

Anwohner hatten sich über den angeblich mangelnden Brandschutz in dem Gebäude beschwert, das 1974 erbaut und von 2014 bis 2016 saniert worden war. Nach einem Hochhausbrand 2009 hatte 2013 ein Bericht Empfehlungen zum Brandschutz gemacht - unter anderem den Einbau von Sprinkleranlagen und die Überarbeitung von Bauvorschriften, um entflammbares Material als Fassadenverkleidung zu verbieten. Die Rettungsarbeiten werden noch Tage dauern.


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