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Es mehren sich Anschuldigungen, dass der Brandschutz nicht eingehalten worden sei. Nach Angaben der Polizei wird der Einsatz noch mehrere Tage dauern. Rettungsteams suchten mit Drohnen und Spürhunden nach weiteren Opfern. Der Brand in der Nacht auf Mittwoch hat den 24-stöckigen Grenfell Tower im Stadtteil North Kensington zerstört. Mieter berichten, dass sie keinen Feueralarm gehört haben.

Aufgrund des muslimischen Fastenmonats Ramadan waren schon viele Bewohner wach. Die Polizei hat bislang den Tod von 17 Menschen bestätigt, aber hinzugefügt, dass die Zahl noch steigen dürfte.

Mehr als 24 Stunden nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers kam am Morgen weiter Rauch aus dem Haus.

Nach dem Unglück geben viele Bürger der britischen Regierung eine Mitschuld an der Brandkatastrophe. Die Gefahr eines Einsturzes bestand anscheinend nicht. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden mindestens 79 Patienten in Kliniken behandelt, 18 von ihnen seien in einem kritischen Zustand. In dem Sozialblock lebten bis zu 600 Menschen in mehr als 120 Wohnungen. Für eine gründlichere Suche müssten vor allem die oberen Stockwerke erst gesichert werden. "Es werden noch Menschen vermisst", sagte Stuart Cundy von Scotland Yard. Vermisst wurde auch der 65-jährige Tony Disson, in seinem letzten Anruf bat er einen Freund, er solle seinen Söhnen sagen, "dass ich sie liebe". Die Berliner Feuerwehr versuche, "den Gesetzgeber dazu zu bewegen, dass er dieses brennbare Material als Dämmmaterial nicht mehr zulässt, sondern nur noch mineralisches Material, das nicht brennen kann und damit die Brandausbreitung über die Fassade nicht ermöglicht".

"Sorgfältige Untersuchung" angekündigt Der Grenfell-Tower brannte wie eine Fackel. Die Brandursache ist weiter unklar.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung.

Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Feuers im Hochhaus aufgehalten haben, stand zunächst nicht fest.

Premierministerin Theresa May besuchte am Donnerstag den Brandort. Wenn aus dem Feuer Konsequenzen zu ziehen seien, würden Massnahmen ergriffen, sagte sie am Mittwoch.

Auch die britische Königin Elizabeth II. sprach den Opfern ihre Anteilnahme aus. Die Menschen trauern, einige sind wütend, viele zeigen Hilfsbereitschaft. Es sei "ermutigend, die unglaubliche Großherzigkeit" der Freiwilligen zu sehen, teilte die Queen mit. Andere standen um Hilfe schreiend an Fenstern, blinkten verzweifelt mit Taschenlampen oder Weihnachtsbeleuchtung, um auf sich aufmerksam zu machen.

Der britische Brandschutz-Experte Jon Hall nannte den Brand im Grenfell Tower einen Unfall, wie er in der "Dritten Welt" vorkomme. Weder Brandstiftung noch ein technischer Defekt oder eine andere Unfallursache können bisher ausgeschlossen werden. Spezialisten hätten den Sozialbau untersucht und für weitere Lösch- und Bergungsarbeiten sicher befunden, wurde am Abend mitgeteilt.

Indes spendeten Hunderte Londoner Decken, Kleider oder Babynahrung für die Bewohner. Die Mieterverwaltung der zwei Bezirke hat in den vergangenen zwei Jahren 10 Millionen Pfund (11,36 Millionen Euro) für Renovierungsarbeiten ausgegeben.

Ein Anwohner berichtete: "Ich bin 100 Meter weg und ich bin vollständig mit Asche bedeckt". Das Gebäude war von 2014 bis 2016 saniert worden.


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