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Der Prozess nach der Gewaltattacke gegen eine Frau auf einer Berliner U-Bahn-Treppe ist noch vor Anklageerhebung unterbrochen worden.

Die Verhandlung vor dem Landgericht der Hauptstadt werde am nächsten Dienstag fortgesetzt, sagte Richterin Sylvia Busch.

Zum Prozessauftakt am Donnerstag hatte die Verteidigung des Angeklagten ein Ablehnungsgesuch gegen eine von zwei Schöffen gestellt, weil diese vor einigen Jahren in einem "Tagesspiegel"-Leserbrief im Zusammenhang mit Jugendkriminalität die Kompetenz der zuständigen Behörden angezweifelt habe". Sie soll sich in Leserbriefen in einer Zeitung über kriminelle Jugendliche mit Migrationshintergrund beschwert haben. Das Material zeigt eine Szene, in der eine Frau von hinten in den Rücken getreten wird und daraufhin eine Treppe hinunter stürzt.

Berlin (dpa) - Der Prozess um eine brutale Attacke gegen eine Frau auf einer U-Bahn-Treppe in Berlin ist noch vor dem Verlesen der Anklage vertagt worden. Dann haben die Verteidiger eine Woche Zeit ihn zu prüfen.

Dem 28-jährigen Angeklagten wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Der Angriff vom U-Bahnhof Hermannstrasse in Neukölln hatte Entsetzen und Empörung ausgelöst. Über den Antrag der Verteidiger muss das Gericht nun erst entscheiden. Die junge Frau verletzte sich bei dem Sturz am Kopf und brach sich einen Arm.

Der Angeklagte muss sich zudem wegen exhibitionistischer Handlungen verantworten.

Die Geschädigte tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf.

Berlin. Die Tat im Oktober 2016 in einer Berliner U-Bahn-Station löste Entsetzen im ganzen Land aus.

Der Angreifer war nach der Tat zunächst untergetaucht und mit Haftbefehl gesucht worden. In Berlin sind alle U-Bahnen und U-Bahnhöfe sowie Straßenbahnen und die meisten Busse mit Videokameras ausgestattet.

In seiner Heimat Bulgarien ist er bei Justiz und Polizei kein Unbekannter: Dort fiel er wegen Diebstahls und Fahren ohne Führerschein mehrmals auf. Den Angriff auf dem U-Bahnhof soll der 28-Jährige bei den Ermittlern zugegeben haben.


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