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Geburtstag wird Trump eine Aufmerksamkeit zuteil, die ihn lange begleiten wird. Geprüft wird der Verdacht, ob er die Justiz behindert hat. Sonderermittler Robert Mueller habe Ermittlungen gegen Trump aufgenommen, schreibt die "Washington Post". In der Nacht auf Donnerstag schien sich das zu bewahrheiten. Trump habe jedoch eine enge Verbindung zu seinem internationalen Geschäftsimperium behalten, so Racine und Frosh. Doch statt toller Geschenke, servierte ihm das FBI etwas ganz anderes: Die Nachricht, dass er ab jetzt höchstpersönlich in ihrem Fadenkreuz steckt! "Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal", heißt es in seinem Statement.

Die US-Bundespolizei FBI geht davon aus, dass sich Russland in den US-Wahlkampf mit dem Ziel eingeschaltet hat, Trumps demokratischer Rivalin Hillary Clinton zu schaden.

Hat die Entwicklung eine neue Qualität?

Die Ermittlungen gegen Trump persönlich stellen eine dramatische Wende in der Russland-Affäre dar. Comeys Anhörung wirkte, als bereite er säuberlich einen Fall vor.

Trump und die First Lady besuchten am Mittwochabend den verwundeten Abgeordneten Steve Scalise.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist die Begründung, die Trump für die Entlassung Comeys lieferte.

Das Justizministerium hatte danach erklärt, man selbst und das FBI müssten auf regelgetreue Kontakte mit dem Weißen Haus achten. Comey hat nach eigenen Angaben ausführliche Notizen über jedes seiner Gespräche mit Trump angefertigt. Die Vernehmungen könnten noch in dieser Woche beginnen. Das Weisse Haus hatte dem allerdings widersprochen. "Außerdem weiß ich nichts über jedwede Unterredungen von irgendwem, der mit Donald Trumps Wahlkampfteam verbunden wäre", sagte Sessions. Comey hatte sich nach dem Gespräch unwohl gefühlt und den Inhalt sofort niedergeschrieben.

Unklar blieb zunächst, ob Trumps Äußerung gegenüber Comey, er möge auf die Ermittlungen Flynn fallenlassen, der einzige Anhaltspunkt sind.

Das ist nicht ganz klar. Das Verhältnis zwischen der Trump-Regierung und Russland bietet durch die Vorwürfe leicht nutzbare Angriffsflächen, so lange nicht geklärt ist, wie sicherheitspolitisch bedenklich die Beziehungen Trumps und seiner Regierungsmitarbeiter zu Moskau tatsächlich sind. Comey sei darauf aber nicht eingegangen. Bislang richteten sich die Ermittlungen nur gegen Trumps Umfeld. Ein solcher Schritt würde den Verdacht gegen den Präsident jedoch nur noch weiter stärken.

Nein, er kann das zumindest nicht direkt tun. Jeff Sessions hat vehement und emotional beteuert, er habe nicht mit den Russen über die US-Wahl gesprochen. Es habe keinerlei anderen Grund gegeben. Trump hätte aber die Möglichkeit, ihn dazu anzuweisen. Sollte der Präsident sich des Sonderermittlers entledigen wollen, werde der Kongress ihn wieder einsetzen. Seine Loyalität zu Trump ist grenzenlos, das ist eine Erkenntnis dieser Anhörung.

Was könnte der nächste Schritt sein, wie geht es weiter? Bisher galten die Ermittlungen hauptsächlich der Frage, ob es im Präsidentschaftswahlkampf illegale Absprachen zwischen Russland und Mitarbeitern aus Trumps Team gab. Das ist zwar kein Dementi, könnte aber Wasser auf die Mühlen derer sein, die das juristische Gezerre leid sind, die den Präsidenten von dunklen Mächten verfolgt sehen. Erfrischend anders. Ihr habt euch stundenlang in dieser schummrigen Bar am Kanal unterhalten und sogar schon wage das nächste Treffen abgemacht.

Ungeachtet der Vorwürfe geht Trump seinem gewohnten Tagesplan nach. Ob die neue Qualität der Ermittlungen an der Basis aber wirklich durchschlägt, ist offen. Mit dem Druck, der über die russische Affäre auf die Trump-Administration ausgeübt wird, können Demokraten, aber auch manche Republikaner gut leben.


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