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Fünf Monate nach seinem Amtsantritt im Januar sieht sich US-Präsident Donald Trump einem Ermittlungsverfahren wegen Behinderung der Justiz gegenüber. Dies bestätigten dem Blatt mehrere mit der Sache vertraute Personen. Bislang hatten sich die Ermittlungen nur gegen Trumps Umfeld gerichtet.

Ein Vertreter von Trump-Anwalt Marc Kasowitz reagierte wütend: "Das Enthüllen von Informationen des FBI über den Präsidenten ist ungeheuerlich, unentschuldbar und illegal", heisst es in einer Stellungnahme von einem Sprecher der Kanzlei von Kasowitz. Comey sei darauf nicht eingegangen. Teile der Anhörungen fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zudem hatte auch Justizminister Jeff Sessions, ein Trump-Unterstützer, vor dem Gremium aussagen müssen. Grund dafür war ein Freund Trumps gewesen, der gesagt hatte, das Weiße Haus erwäge, Mueller zu entlassen.

Der frühere FBI-Direktor Robert Mueller gilt als erfahrener und hoch angesehner Ermittler. Die Untersuchungen hatten sich bisher auf russische Interventionen in die US-Präsidentschaftswahl 2016 konzentriert und auf die Frage, ob das Trump-Lager davon gewusst und profitiert haben könnte.

Der "Washington Post" zufolge interessiert sich Mueller beispielsweise für eine Intervention Trumps beim Nationalen Geheimdienstdirektor Dan Coats im März.

Comey hatte noch zu seiner Amtszeit Trump mehrmals - teils auf dessen Nachfrage - versichert, dass der Präsident selbst nicht Gegenstand von Ermittlungen des FBI ist.

Comey hatte auch detailliert über Gespräche mit dem Präsidenten berichtet, in denen dieser ihn gebeten habe, von den Ermittlungen gegen Flynn abzulassen.

Unklar blieb zunächst, ob Trumps Äußerung gegenüber Comey, er möge die Ermittlungen gegen Flynn fallen lassen, der einzige Anhaltspunkt ist. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, könnte der Kongress ein Amtsenthebungsverfahren wegen Strafvereitelung im Amt gegen Trump einleiten.

Bereits in den kommenden Tagen wolle das mit weitreichenden Vollmachten ausgestattete Expertenteam Muellers mehrere Chefs der amerikanischen Geheimdienste befragen, meldeten die "Post" und die "New York Times" übereinstimmend. Comeys Verhalten in der Russland-Affäre unterscheide sich nicht von dem des geflüchteten Whistleblowers Edward Snowden, sagte Putin am Donnerstag in Moskau: "In diesem Fall ist er nicht Chef des FBI, sondern er ist ein Verteidiger der Menschenrechte".


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