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Schäuble zeigte sich zuversichtlich, dass der IWF nun doch mit einem eigenen Programm an Bord kommt.

Dijsselbloem sagte weiter, dass Griechenland seine Schulden teilweise erst bis zu 15 Jahre später zurückzahlen könne und dass bei der Rückzahlung auch die Wachstumsrate in Griechenland in Betracht gezogen werden könne. Am Donnerstag wollen die Finanzminister der Euro-Staaten über das Thema Griechenland beraten. Bis Juli braucht die griechische Regierung aus dem Programm weitere 7,5 Milliarden Euro, um Altschulden zurückzuzahlen. Dies könnte Griechenlands langsame Rückkehr an die Finanzmärkte verhindern, die unter Umständen schon in diesem Sommer beginnen soll.

Dazu befragt, dass der IWF sich zwar beteilige, aber nicht zahlen wolle, meinte Schäuble, "warum zerbrechen Sie sich immer den Kopf über das, was nach der Sitzung sein wird?" Sie habe die Absicht, dem IWF-Führungsgremium einen "Grundsatzbeschluss" für ein neues Griechenland-Programm zu empfehlen, hieß es in einer Erklärung Lagardes am Donnerstagabend. Sie gab das Volumen mit zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) an. Der Haushaltsausschuss des Bundestags werde sich am Freitag damit beschäftigen. Sonst hätte aus seiner Sicht der Bundestag erneut über das gesamte Hilfsprogramm abstimmen müssen. Die Washingtoner Institution hält es aber bislang offen, solange keine Entscheidungen über den weiteren Weg der griechischen Reformen gefallen sind. Schon im Mai war eine Einigung aber am Streit um Schuldenerleichterungen gescheitert. Der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos hatte zuvor an Schäuble appelliert, seinen Widerstand gegen baldige Schuldenerleichterungen für Athen aufzugeben. Bis dahin müsste Griechenland weiter an den verhassten Spar- und Reformprogrammen festhalten, die der IWF fordert, ohne dass dieser im Gegenzug die Schulden für tragfähig erklärt. Die Hängepartie um die Auszahlung hat in Griechenland die Stimmung getrübt und die Konjunktur gedämpft. Damit sind 39 Milliarden der insgesamt 86 Milliarden Euro aus dem Paket ausgegeben worden, das 2015 geschnürt worden war. Die griechische Regierung hat das Geld dringend nötig. Schäubles Ministerium hat neulich gerechnet und ließ durchsickern, dass eine Stundung von Zinsen die Gläubiger bis 2040 bis zu 120 Milliarden Euro kosten könnte. Demnach soll sich der Fonds jetzt nominell an dem Hilfsprogramm beteiligen, Geld aber erst nach einer Lösung im Schuldenstreit auszahlen, also frühestens 2018, wenn überhaupt. Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna verwies jetzt darauf, dass Athen 136 von 140 Reformen umgesetzt habe, die Voraussetzung für die Auszahlung sind. "Am Donnerstag kriegen wir es auch hin", sagte Finanzminister Schäuble am Dienstag.


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