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Ohne viel weiteres Gerede also hinein in den Inhalt.

Es dürfte keine Überraschung sein, dass ein zweiter "Wonder Woman"-Film vorbereitet wird - natürlich wieder mit Gal Gadot".

Als der Pilot Steve Trevor (Chris Pine) vor der Küste abstürzt, rettet sie ihm das Leben. Nun kann sie entdecken, welche Kräfte in ihr stecken, und ihre wahre Bestimmung finden.

Gemessen an der Tatsache, dass Wonder Woman zu den ältesten und populärsten Figuren im Universum des DC Verlags gehört, gestaltete sich ihre Karriere als Filmheldin bislang überschaubar: Der Gastauftritt im Blockbuster "Batman vs. Superman: Dawn of Justice", ihrer Einführung in das Franchise, war ihr Debüt. Und im Vorfeld sah es ganz danach aus, als wäre Warner und DC dieses Mal der große Wurf gelungen. In "Batman v Superman" wurde sie als Wonder Woman eingeführt. Und so viel muss man dem Film wirklich lassen: er ist solide. Die Balance stimmt, die Chemie zwischen den beiden passt. Das ist hier anders. Vor allem, weil die ohne jede Geschlechterhierarchie aufgewachsene Diana den Männern - ob Freund oder Feind - die Hölle heiß macht. Steves persönliche Howling Commandos erinnern an Captain Americas kleine Eingreiftruppe aus dem First Avenger und sind sympathisch, ohne jedoch je über ihre Stereotype "Der Indianer" (Eugene Brave Rock), "Der Schotte" (Ewen Bremner) und "Der Inder" (Saïd Taghmaoui) hinauszuwachsen.

Die Kehrseite der Medaille stellt in diesem Fall - mit Ausnahme von Steve Trevor - der Großteil der Männerfiguren dar. Wonder Womans Glaube an das Gute, ihr Glaube daran, dass sie allein den Horror des Ersten Weltkriegs beenden kann, ist tatsächlich rührend. Er berichtet den Amazonen von den Kriegsgräueln unweit der Insel. Auch aus feministischer Warte beschreitet der Film auch hier neue Wege. Dass der Krieg furchtbar ist weiß jeder, hier ist er jedoch eher Spielplatz der unbesiegbaren Heldin und ihrer kleinen Männertruppe. Es sind eben diese Szenen, in denen der Zuschauer am längsten Zeit hat, Gesichter, Kostüme und Waffen genau zu beobachten. Anschliessend ging sie für zwei Jahre zur israelischen Armee. Überhaupt schlägt der Schlusskampf dermaßen über die Stränge, dass er den Rest des Films irgendwie noch überflüssiger wirken lässt, als er es ohnehin schon ist. Warum jetzt "Wonder Woman" gucken? Das verdankt der Film in erster Linie seiner Hauptdarstellerin.

Von Beginn bis Ende passiert halt was.

Seit 20 Jahren gab es den Plan, den Stoff ins Kino zu bringen.

Negative Reaktionen gab es auch, als die Vereinten Nationen 2016 "Wonder Woman" zur Botschafterin für Gleichberechtigung von Frauen ernannten.

Dabei ist es unerheblich, dass vieles, was Wonder Woman kann, unrealistisch ist. Charaktere sympathisch, Heldin sympathisch, Effekte okay, Score vorhanden, Theme cool (wenn auch bereits aus BvS bekannt), Story nett. Der Film unterhält einen für seine 140 Minuten überwiegend.

Jahrzehnte hat es gebraucht, um das DC-Comic "Wonder Woman" für die Leinwand umzusetzen.


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