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Der angeschlagene japanische Automobilzulieferer Takata steht nach übereinstimmenden Medienberichten wegen der Folgen eines gewaltigen Rückrufdesasters kurz vor dem Aus. Der Schritt könne bereits in der kommenden Woche in den USA und Japan erfolgen, berichten die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" und die Agentur Kyodo übereinstimmmend. Jetzt steht offenbar der Airbag-Hersteller vor der Insolvenz.

Der Zulieferer braucht nach dem dritten Jahresverlust in Folge dringend frisches Geld und ist auf der Suche nach einen Investor. Umgerechnet stand in dem Ende März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr ein Minus von umgerechnet 640 Millionen Euro in den Büchern. Der US-Autoteileproduzent Key Safety Systems und der Beteiligungsfonds Bain Capital versuchen zurzeit, mit Takata und seinen Kunden ein 1,6 Milliarden Euro schweres Rettungspaket zu schnüren. Einen maßgeblichen Anteil daran hat die weltweite Rückrufaktion für mehr als 100 Millionen Airbags.

Angesichts gewaltiger Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Billion Yen (rund 8,1 Milliarden Euro) wäre dies die größte Insolvenz eines Produktionsunternehmens in der japanischen Nachkriegsgeschichte. Zudem gestand das Unternehmen kriminelle Vergehen ein und stellt sich drei Jahre lang unter die Aufsicht eines unabhängigen Prüfers.

Aufgrund des Mangels, der das Unternehmen seit Jahren beschäftigt, mussten weltweit bislang an die 100 Millionen Fahrzeuge zurück gerufen werden, 70 Millionen alleine in Nordamerika.

Defekte Airbags des japanischen Herstellers Takata machen der Autoindustrie schon lange zu schaffen. Dort sind etwa 42 Millionen Autos betroffen. Schon in der kommenden Woche könne es soweit sein.

Die Autobauer sehen sich aber selbst als Geschädigte von Takata an.


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