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"Ihr habt gesagt: 'Was werden wir machen, wenn die Türkei die Grenzen öffnet?' Wenn ihr zu weit geht, dann werden die Grenzen geöffnet werden", warnte er. Er reagierte damit auf die Empfehlung des EU-Parlaments, die Beitrittsgespräche mit der Türkei einzufrieren. Tausende Regierungsgegner, Journalisten und Beamte sind seither entlassen oder inhaftiert worden.

Nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch die Türkei vor einem Jahr nannte Putin die Regierung in Ankara nicht nur "ein verräterisches Regime".

Die Bundesregierung rang sich zu so viel Deutlichkeit erneut nicht durch. "Drohungen auf beiden Seiten helfen da nicht weiter". "Wo es Schwierigkeiten gibt, müssen wir miteinander reden und diese ausräumen". Die Fortsetzung liege im Interesse aller Beteiligten.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte, die Bundesregierung habe nach wie vor Interesse an einer engen Zusammenarbeit mit der Türkei.

Berlin | US-Präsident Barack Obama hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei seinem letzten Europabesuch als Amtsinhaber gelobt: "Sie steht für große Glaubwürdigkeit und ist bereit, für ihre Werte zu kämpfen". Weder er noch die Türken würden auf die Bluffs der EU hereinfallen.

Auch aus Brüssel kam eine Antwort, die unterschiedlich interpretiert werden kann. "Die ganze Aufregung, dass die EU die Beitrittsverhandlungen einstellen wird, war nur Show", sagte er.

Gerade Erdogans strikter Kurs nach dem gescheiterten Militärputsch im Sommer vertiefte die Kluft zwischen EU und der Türkei.

Kritiker hatten gewarnt, das Parlament riskiere durch das Votum einen Bruch mit dem Land und den Fortbestand des EU-Türkei-Flüchtlingsdeals. Das Abkommen sei "ein Vertrag auf gegenseitigem Vertrauen", was auch bedeute, dass beide Seiten bei den eingegangenen Verpflichtungen "liefern" müssten.

Erdogan stellt den Flüchtlingspakt mit der EU in Frage. Bereits vor der Abstimmung hatte der Präsident erklärt, dass er sie für wertlos halte.

Die Türkei hat rund drei Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen und ist eines der wichtigsten Transitländer für Migranten aus Asien und Afrika mit dem Ziel Europa. "Die Türkei verhindert dies", sagte Yildirim im Fernsehen. Der EU würde ein Einfrieren der Gespräche mehr schaden als seinem Land. Die Staats- und Regierungschefs dürften auch bei ihrem Gipfeltreffen am 15. und 16. Dezember in Brüssel über die Türkei beraten. Im Gegenzug darf für jeden zurückgeschickten Flüchtling ein anderer Syrer aus der Türkei legal in die EU einreisen.

Das Verhältnis zwischen der EU und der Türkei ist schwer belastet.

Mit der Resolution hätten die Parlamentarier deutlich gemacht, dass "die Grundwerte Europas wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte (.) nicht verhandelbar" seien, sagte der SPD-Europapolitiker Arne Lietz.

56 Prozent der Bundesbürger hielten es inzwischen für richtig, die Gespräche mit der Türkei nicht länger fortzuführen, ergab eine Umfrage für das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer.


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