KXIP vs KKR Live Score

Die beiden Präsidentschaftsanwärter in Österreich haben sich wenige Tage vor der Wahl ein inhaltlich scharfes und teilweise emotionales Fernsehduell geliefert.

Wien - Für Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen war es "das Mieseste, was ich seit langem gehört habe". Auf der Strecke blieben die Kandidaten der Regierungskoalition von SPÖ und ÖVP.

Am Donnerstag verhielten sich die Kandidaten dann eher wie zwei Mannschaften, die das Elfmeterschießen sicher erreicht haben, aber noch mit der ein oder anderen Blutgrätsche Eindruck machen wollen. "Und genau das ist die Vision von Norbert Hofer", urteilt der Songcontest-Gewinner über den FPÖ-Kandidaten.

Van der Bellen und Pilz seien Ende der 1980er-Jahre an einem Projekt zum Thema "Militärausgaben, Rüstungsproduktion und Beschäftigung" beteiligt gewesen, schrieb Sika. "Die Entscheidung für Van der Bellen ist für mich klar". Ein seltener Versuch des emeritierten Ökonomieprofessors, selber die Initiative zu ergreifen und mit Emotionen statt mit Argumenten zu punkten. In Schwechat schaffte Van der Bellen im Mai aber "nur" 46 Prozent.

Hofer warf Van der Bellen vor, die Unwahrheit zu sagen, als dieser behauptete, er stehe für einen Austritt Österreichs aus der EU. Distanziert sehen die Hofburg-Kontrahenten den Vorschlag einer EU-Armee und plädieren stattdessen für eine engere Zusammenarbeit der EU-Staaten in Sicherheitsfragen.

ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher leitete das TV-Duell. Im Bericht von IPG Mediabrands wird geschrieben: "Die Seite (von Van der Bellen) ist deutlich interaktiver, während Hofers Kommunikation, zumindest öffentlich sichtbar, one-way verläuft und kein weiterer Dialog mit den Nutzern eingegangen wird". Die Frage lautet: Kann einer der Kandidaten aus diesem unwürdigen Abend einen entscheidenden Vorteil ziehen? Hofer darauf: "Ja, das können Sie doch nicht ernst nehmen". Hofer meinte, dass darüber der Außenminister entscheiden solle und er sich als Bundespräsident nicht einmischen möchte.


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