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Seoul Die wegen einer Korruptionsaffäre unter Druck stehende Präsidentin Südkoreas, Park Geun Hye, hat ihre grundsätzliche Bereitschaft zum Rücktritt erklärt. "Ich überlasse es dem Parlament, über meine Zukunft zu entscheiden, inklusive einer Verkürzung meiner Amtszeit", so Park in ihrer Rede.

"Sobald die Abgeordneten Maßnahmen für eine Machtübergabe vorlegen, die die Gefahr eines Machtvakuums und ein Regierungschaos möglichst klein halten, werde ich zurücktreten", sagte Park am Dienstag in einer live im Fernsehen übertragenen Ansprache. Offensichtlich versuche die Präsidentin auf Zeit zu spielen und ein Amtsenthebungsverfahren zu vermeiden.

Vertreter der oppositionellen Demokratischen Partei Koreas und der Volkspartei deuteten am Sonntag an, gegen Park nötigenfalls ein Amtsenthebungsverfahren anzustrengen, falls sie nicht freiwillig zurücktrete.

Die Staatsanwaltschaft wirft Park vor, sie habe ihrer Freundin Choi geholfen, Südkoreas Großkonzernen mindestens 70 Millionen Euro abzupressen. Ihr und zwei weiteren angeklagten Park-Vertrauten wird Machtmissbrauch vorgeworfen. Choi soll sich dank ihrer Beziehungen zur konservativen Präsidentin an den Geldern persönlich bereichert haben. Damit wollten sie verdeutlichen, dass ihre Proteste erst bei Parks Rücktritt enden würden. Bereits am Montag hatten Saenuri-Politiker im Ruhestand und einige Vertraute Parks in der Partei die Präsidentin zu einem "ehrenvollen Abgang" aufgefordert.

In Seoul sind am Samstag erneut mehrere hunderttausend Südkoreaner auf die Straße gegangen.

In einer überraschenden Erklärung hat Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye ihr Schicksal in die Hände des Parlaments gelegt - und sich faktisch zum Rücktritt bereit erklärt. Die Präsidentin hatte sich bisher nicht auf eine Befragung der zuständigen Staatsanwaltschaft eingelassen.

Für eine Amtsenthebung Parks durch das Parlament ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig. Park weist den Vorwurf zurück, in kriminelle Aktivitäten verwickelt zu sein. In diesem Fall müsste Park die Amtsgeschäfte sofort an den Regierungschef übergeben. Park ist noch regulär bis Februar 2018 im Amt. Die nächste Präsidentenwahl ist für Dezember 2017 vorgesehen. Auf Plakaten und in Sprechchören forderten sie ihren Rücktritt.


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