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Von den früheren Iran-Sanktionen profitierte am Ölmarkt vor allem der Erzrivale des Landes in der Region, Saudi-Arabien. Auch die beiden durch Unruhen geschüttelten Länder Libyen und Nigeria beanspruchen Sonderregelungen.

Saudi-Arabien hat zuletzt bereits versucht, die Erwartungen an das Treffen in Wien zu dämpfen. Es sei akzeptabel, wenn das Land seine Produktion auf Vorsanktionsniveau einfriere. Zudem unterhalten sie seit Jänner wegen der Exekution eines hochrangigen schiitischen Klerikers in Saudi-Arabien und des darauffolgenden Sturms iranischer Hardliner auf die saudische Botschaft in Teheran keine diplomatischen Beziehungen. In diesem "Spielchen" verliert die OPEC Marktanteile und den Mitgliedern entgehen wichtige Einnahmequellen, wodurch Staatshaushalte nachdrücklich aus dem Ruder laufen (können).

Das Thema einer Förderkürzung ist noch nicht vom Tisch jedoch drängen der Iran und der Irak darauf von dieser Vereinbarung ausgenommen zu werden. Der Irak macht geltend, die Einnahmen aus dem Ölgeschäft seien nötig, um den Kampf gegen die Islamistenmiliz IS zu finanzieren. Das Ergebnis war eine Ölschwemme und damit verbunden ein massiver Preisverfall für Rohöl.

Immerhin hat das Kartell, das für etwa ein Drittel der weltweiten Ölförderung steht, im September das Heft wieder in die Hand genommen und schon allein dadurch dem Markt Hoffnung gegeben. Der Ölpreis hat sich seit Mitte 2014 in etwa halbiert - in erster Linie wegen des riesigen Überangebots bei zeitweise schwacher Nachfrage im Zuge der mauen Weltkonjunktur. Wenn die verfügbare Ölmenge am Weltmarkt nicht verknappt wird, dürften auch die Preise von Benzin und Heizöl auf dem relativ niedrigen Niveau bleiben oder zumindest nicht viel teurer werden.

Der russische Energie-Minister Alexander Nowak begrüßte die Einigung. Ziel ist es, Russland davon zu überzeugen, die Förderung nicht nur einzufrieren, sondern nach Möglichkeit auch zu kappen. Ein positives Signal sei, dass auch andere wichtige Förderländer unter den Nicht-Opec-Staaten mitziehen werden. Die OPEC-Staaten hatten sich bei ihren Treffen immer wieder über Produktionsdrosselungen beraten.

Erstmals seit acht Jahren wollen die großen Ölstaaten ihr Fördermenge reduzieren. Die Ölproduktion des Landes bricht ein.

Erhöhte die OPEC das Angebot, fielen die Preise wieder.

1990/91: Nachdem der Irak in Kuwait einmarschiert, schreiten die USA im Irak ein. Dies wohl auch deshalb, um nun von einem höheren Produktionsniveau aus kürzen zu können. Am Dienstag kostete die Marke Brent rund 47 Dollar.

2003: Nach dem Sturz von Saddam Hussein ist die irakische Ölindustrie grundlegend zerstört. Die Ölminister von Algerien und Venezuela sollten daraufhin nun allein nach Moskau reisen.

2008: Die außerordentlich gute Konjunkturlage und Spekulation treiben den Ölpreis auf ein Hoch bis in den Bereich von 150 Dollar.


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