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Die Opec hat erstmals seit 2008 eine Kürzung der Ölförderung beschlossen.

Doch das Vorhaben glückte: Die 14 Mitglieder des Öl-Kartells stimmten bei ihrer Sitzung am Mittwoch in Wien der Grundsatzvereinbarung vom September zu. Anleger hätten im Vorfeld des Opec-Treffens allgemein lediglich eine "lose Vereinbarung" erwartet, sagte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG in Melbourne.

Die Opec will zunächst in den kommenden sechs Monaten 1,2 Millionen Barrel pro Tag weniger produzieren. "Russland hat zugesichert, 300 000 Barrel am Tag weniger zu fördern", sagte der aktuelle Opec-Präsident Al-Sada.

Der Preis steht seit 2014 wegen eines Überangebots unter Druck, er hat sich seitdem in etwa halbiert - in erster Linie wegen des riesigen Überangebots bei schwacher Nachfrage im Zuge der mauen Weltkonjunktur. Das tägliche Produktionsvolumen sollte auf 32,5 bis 33 Millionen Barrel nach zuletzt geschätzten 33,6 Millionen Barrel gesenkt werden. Auch Morgan Stanley äußerte sich skeptisch: Es sei offen, ob die einzelnen Opec-Länder die Beschlüsse auch konsequent umsetzten. Auch im asiatischen Handel hielt der Anstieg an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Mittag 52,64 US-Dollar. Damit soll der Preis in die Höhe getrieben werden. Analysten rechnen damit, dass ab Preisen über 50 Dollar die Schieferölunternehmen vor allem aus den USA vermehrt zurück an den Markt kommen und so eine drastische Preissteigerung verhindern. Auch die Wahl Donald Trumps könnte dabei eine Rolle spielen: Der künftige Präsident sieht die umstrittene Energiegewinnung positiv und will die heimische Energiebranche stärken. US-Leichtöl WTI kletterte um 1,6 Prozent auf 50,24 Dollar. Im Oktober lag die Fördermenge bei 3,76 Millionen Barrel am Tag. Darüber hinaus könnte auch die Wiederaufnahme der Produktion in Kanada und Nigeria vor einem dauerhaften Preisanstieg noch einmal für einen kleinen Dämpfer sorgen. Der Ölpreis habe auf die Entscheidung der Opec "sofort" reagiert, der Heizölpreis habe nachgezogen. Danach werden die Karten neu gemischt.

Analysten erwarten, dass die Ölpreise noch weiter steigen werden. Insgesamt seien Rohstoffpreise wieder auf dem Weg nach oben.

Kurzfristig dürften die Preise also steigen. "Nun scheinen sie die Talsohle durchschritten zu haben", hieß es in einer Mitteilung der Weltbank.


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