KXIP vs KKR Live Score

Das kolumbianische Parlament hat nach mehr als 50 Jahren blutigen Konflikts den Weg für die Umsetzung des Friedensabkommens für das Land freigemacht. Für die nächsten zwei Wahlperioden bekommen sie mindestens je fünf Sitze im Senat und in der Abgeordnetenkammer garantiert.

Freude und Erleichterung nach der Ankündigung, dass sich Kolumbiens Regierung und Rebellenorganisation Farc auf ein neues Friedensabkommen einigen konnten.

Das Ergebnis lautete: 130 Ja-Stimmen bei keiner Gegenstimme. Anders als das letzte Mal will Präsident Juan Manuel Santos das Abkommen nicht dem Volk zur Abstimmung vorlegen. Santos war dennoch am 7. Oktober der Friedensnobelpreis für seine Bemühungen um die Beendigung des jahrzehntelangen Konflikts zugesprochen worden.

Seit 2012 haben die Parteien auf neutralem Boden in Kubas Hauptstadt Havanna verhandelt. Ende September wurde eine erste Version im Beisein vieler Staats- und Regierungschefs unterzeichnet. Die erste Fassung des Friedensvertrages hatten die Kolumbianer in einer Volksabstimmung Anfang Oktober abgelehnt.

Großer Rahmen
Großer Rahmen Der Vertrag wurde in einem Theater in Bogota unterzeichnet

Schon damals hätte die Zustimmung des Kongresses gereicht, aber Santos wollte den grösstmöglichen Rückhalt. Allerdings hatten Abgeordnete der Demokratischen Zentrumspartei des früheren Präsidenten Alvaro Uribe aus Protest gegen den Vertrag den Plenarsaal vor den Abstimmungen verlassen.

Strafregelungen wurden etwas verschärft, zudem soll das Vermögen der Rebellen, die sich über Drogenhandel finanzieren, zur Entschädigung der Opfer herangezogen werden.

Im zweiten Anlauf tritt nun das Friedensabkommen in Kraft. Wenn nun alles glatt geht, sollen 5800 Farc-Kämpfer noch in diesem Jahr mit der Abgabe der Waffen beginnen.

Die Guerilla kann danach mit der Gründung einer Partei beginnen, um Ziele wie eine gerechtere Landverteilung und Unterstützung der armen Landbevölkerung zu verfolgen. Opfer der Aufständischen beziehungsweise deren Angehörige sollen von der Guerilla entschädigt werden. Mit dem Abkommen soll der seit 1964 andauernde Konflikt zwischen der Armee und der Farc, anderen linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs beigelegt werden, in dem mehr als 260.000 Menschen getötet wurden.


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