KXIP vs KKR Live Score

Das teilte der für die Verhandlungen zum Austritt aus der EU zuständige britische Minister David Davis am Donnerstag mit.

Die EU vertritt die Auffassung, dass Großbritannien nach dem Austritt nur weiter am Binnenmarkt teilnehmen könne, wenn es zugleich die Freizügigkeitsregeln der EU einhalte. Viele Unternehmen würden wohl abwandern.

Die britische Regierung steht unter massivem Druck der Unternehmen hinsichtlich des künftigen Handels mit den EU-Staaten.

Die Briten könnten durch den Brexit allerdings in eine Zwickmühle geraten.

Die Regierung in London stimmt ihre Strategie derzeit noch ab. Premierministerin Theresa May will bis Ende März 2017 den offiziellen Antrag für den EU-Austritt stellen. Dann beginnen zweijährige Scheidungsverhandlungen. Viele Politiker und Experten rechnen damit, dass die Zeit nicht ausreichen wird. Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault und sein irischer Kollege Charles Flanagan mahnten zur Eile. Ähnlich äußerte sich Flanagan. Die anderen Mitgliedsländer des Staatenbundes sind damit die wichtigsten Handelspartner Großbritanniens.

Umso größer ist die Verblüffung über das, was der Minister am Donnerstag im Parlament in London sagte: "Natürlich" werde die Regierung erwägen, einen Beitrag an die EU zu zahlen, wenn Großbritannien im Gegenzug trotz Brexit freien Zugang zum EU-Binnenmarkt behalte, antwortete Davis auf eine Frage eines Oppositionsabgeordneten. Bundeskanzlerin Angela Merkel pocht darauf, die Freizügigkeit von Arbeitnehmern, Waren, Dienstleistungen und Kapital müsse weiter gelten. Nur, wenn diese eingehalten werden, ist ein Zugang zum Binnenmarkt möglich. Die meisten von ihnen lebten laut Statistikbehörde zuvor in Rumänien, sie machten zehn Prozent aller Neuzuwanderer aus.

Die britische Industrie spürt unterdessen zunehmend Nachteile des Brexit-Votums. Betriebe haben wegen der Pfund-Schwäche verstärkt mit steigenden Kosten zu kämpfen, wie eine Umfrage des IHS-Markit-Instituts belegt. Demnach zogen die Preise für Materialien und Energie im Oktober so stark an wie seit sechs Jahren nicht und im November fast genauso kräftig. Die meisten Manager erklären das mit dem Währungsverfall. Der Pfundkurs legte prompt um knapp ein Prozent im Vergleich zum Dollar zu. Das macht zwar britische Exportgüter im Ausland billiger, umgekehrt aber auch Importe teurer.


BEMERKUNGEN