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Nun regt Trump unter anderem Gefängnisstrafen für Demonstranten an, die eine US-Fahne verbrennen.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat eine harte Bestrafung für das Verbrennen der US-Fahne gefordert.

Eine solche Tat müsse Konsequenzen haben, schrieb Trump auf Twitter. Dies könnten vielleicht der Entzug der Staatsbürgerschaft oder ein "Jahr im Gefängnis" sein.

Das Oberste US-Gericht hatte in dieser Sache mehrfach anders geurteilt: Das Verbrennen der Flagge ist demnach Ausdruck legitimen Protestes, es ist vom Grundsatz der freien Meinungsäußerung geschützt und daher nicht strafbar.

Trump erläuterte nicht, welcher konkrete Protestakt ihn zu seiner Forderung veranlasste.

Der Vorstoss stösst auch in seiner eigenen Partei auf Widerstand.

Der republikanische Senator McConnell sagte, dass das Fahnenverbrennen zwar eine "unangenehme Form der Meinungsäusserung" sei.

Allerdings weisen zahlreiche Trump-Anhänger in den sozialen Medien darauf hin, dass selbst Hillary Clinton 2005 als damalige Senatorin von New York vorgeschlagen habe, diese Form des Protests unter Strafe zu stellen. "Wir haben in diesem Land aber eine lange Tradition, unangenehme Meinungsäußerungen zu respektieren". Er halte sich an das Urteil des Obersten Gerichts. Ähnlich wie McConnell äusserten sich weitere republikanische Parlamentarier.

"Der gewählte Präsident ist ein sehr starker Unterstützer des ersten Zusatzartikels", sagte Trump-Sprecher Jason Miller am Dienstag dem Sender CNN.

Obamas Sprecher Josh Earnest erinnerte Trump daran, dass "wir alle die Freiheit haben, uns so auszudrücken, wie wir es wollen". Auch er finde das Flaggenverbrennen "anstößig", aber erinnerte hinsichtlich der Verfassung daran, dass Politiker die Verantwortung hätten, die "Rechte sorgsam zu schützen". In Anspielung auf Trumps Kommunikationsgewohnheiten fügte er hinzu, die Meinungsfreiheit ermögliche es natürlich auch, "auf Twitter alles zu sagen, was man denkt".

Auch viele Verfassungsrechtler kritisierten Trumps Vorschlag.


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